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Radevormwald
Betriebshof hat auch ohne Winter viel zu tun

Radevormwald: Betriebshof hat auch ohne Winter viel zu tun
Mitarbeiter des Betriebshofes pflegen die Baumscheiben entlang der Kaiserstraße und schneiden auch die Baumkronen fachgerecht. FOTO: wolfgang scholl
Radevormwald. Auch die 26 Mitarbeiter des Betriebshofes haben ihren "Winter" beendet und sind in der Frühjahrsarbeit. Den Winterdienst bezeichnet Betriebshofleiter Norbert Petri als völlig normal mit 24 Einsatztagen. Von Wolfgang Scholl

Gefühlt hatte der letzte Winter in Rade nur wenige Stunden. "Das ist aber nicht ganz so", sagt Norbert Petri. Auf seinem Einsatzplan stehen Winterdiensteinsätze an 24 Tagen. "Schnee gab es nur an wenigen Tagen, zum Beispiel zuletzt am 7. März, als an einem Tag für viele unerwartet zehn Zentimeter Schnee fielen, die am nächsten Tag wieder weg waren", sagt Petri, dessen Team auch nach der Umstrukturierung im Rathaus weiter von der Verwaltungskraft Petra Konze unterstützt wird.

Die Schneeräumung ist aber nur ein Thema im Winterdienst. Bei Feuchtigkeit und Frostansage, zum Beispiel auch Eisregen, müssen die Mitarbeiter schnell reagieren und die Straßen und Gehwege streuen. Das sei manchmal genauso aufwendig wie den Schnee zu räumen. Daher auch die Summe von 24 Einsatztagen. Für den Betriebshofleiter war der Winter deshalb ein normaler, in dem er einmal 150 Tonnen Salz nachordern musste, die jetzt zu großen Teilen im Silo bis zum nächsten Winter gelagert werden. Profitieren werden von den "neuen, normalen Wintern" die privaten Haushalte, weil die Winterdienstkosten im Gegensatz zu früher zurückgegangen sind.

Gibt es keine Winterdienstarbeiten, sind die Mitarbeiter aber trotzdem nicht untätig. "Wir haben in diesem Winter zum Beispiel die Sporthalle Realschule für die Flüchtlingsaufnahme vorbereitet, sie später wieder zurückgebaut und inzwischen auch die ganzen Gegenstände wieder sicher eingelagert", sagt Petri. Das habe für einige Mitarbeiter mehrere Arbeitstage in Anspruch genommen. Das gilt auch für den kurzfristigen Umzug der Grundschule Stadt im Dezember von der Carl-Diem-Straße an die Hermannstraße in das Gebäude der Geschwister-Scholl-Schule. Der Umzug zurück soll im Sommer anstehen.

Auch sonst gibt es aus der Verwaltung heraus oft kurzfristige Aufträge, die erledigt werden müssen. So ist der Betriebshof für den Tiefbau mit im Einsatz. Bei Unfallgefahren auf Straßen und Gehwegen werden Löcher geflickt oder Platten neu verlegt. Zu Aufträgen aus der Verwaltung gehören unter anderem die Vorbereitung und Begleitung von Festen wie des Karnevalsumzuges. In den nächsten Tagen rechnet Petri mit ersten Aufträgen für das Festwochenende mit Festabend und Stadtfest zu "700 Jahre Radevormwald" vom 6. bis 8. Mai. Auch das Leerräumen des Konzeptladens hat der Betriebshof übernommen.

Lässt es das Wetter zu, werden schon in den Wintermonaten Arbeiten übernommen, die aus dem vergangenen Jahr liegengeblieben sind oder nur in größeren Abständen in Angriff genommen werden. Im Dezember konnte wegen der warmen Witterung der Fallschutz auf einigen Kinderspielplätzen unter den Geräten erneuert werden. Bis Ende Februar sind Gehölze an zahlreichen Stellen zurückgeschnitten worden. "In Absprache mit der Umweltbeauftragten Sylvia Schwanke sind auch Bäume gefällt worden", sagt Petri. Bereits zurückgeschnitten sind auch die vor einiger Zeit neugepflanzten Rosen in der Innenstadt. Intensiv gepflegt haben die Betriebshofmitarbeiter in den vergangenen Tagen die Bäume entlang der Kaiserstraße von der Ecke Grabenstraße bis zur Einfahrt zum Kommunalfriedhof. Sie sollen demnächst mit schöneren Kronen die Passanten erfreuen. Und: Auf dem Friedhof hat die Stadt die Kapazitäten für eine Urnenbestattung erneuert. "Wir haben das Kolumbarium umgebaut", sagt Petri.

Tätig wird der Betriebshof auch in Neubaugebieten: An der Wasserturmstraße ist die Stelle auf dem Kopf vorbereitet worden, auf der demnächst der Spielplatz gebaut wird. An der Loh'schen Weide sind außerdem die Wendehämmer gestaltet und dort etwa 20 Bäume gepflanzt worden.

Quelle: RP
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