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Radevormwald
Blick auf gemeinsame Gemeinde gerichtet

Radevormwald: Blick auf gemeinsame Gemeinde gerichtet
Pfarrerin Maria Kluge wird 2018 in den Ruhestand treten. FOTO: hn- (Archiv)
Radevormwald. Auch die Remlingrader luden zur Gemeindeversammlung, um über die Zukunft zu sprechen. Von Sigrid Hedderich

Der Tenor der Gemeindeversammlung am gestrigen Sonntag in der evangelischen Dorfkirche von Remlingrade ähnelt dem der Gemeindeversammlung vom vergangenen Donnerstag in der Gemeinde Dahlerau sehr stark. Beide Gemeinden befinden sich noch in einer Pfarrgemeindeverbindung mit einer Pfarrerin, sie blicken aber schon jetzt auf einen möglichen Zusammenschluss, eine gemeinsame Kirchengemeinde. Finanzkirchmeister Torsten Kleinschmidt machte in seinem Bericht deutlich, dass auch weiterhin eine halbe Pfarrstelle für Remlingrade finanziell tragbar ist.

Somit könne überlegt werden, die künftig notwendige Neubesetzung des Pfarramtes in Verbindung mit der Gemeinde Dahlerau als eine hundertprozentige Stelle in die Ausschreibung zu geben. Kleinschmidt hob die Vorzüge einer 100-Prozent- Stelle bei einer Neubesetzung des Amtes hervor. "Bei einer großen Gemeinde gibt es weniger Reibungspunkte als bei einer Pfarrverbindung", sagte er. Es sei sinnvoll, mit einem neuen Pfarrer auch eine Zusammenlegung anzustreben. "Wir kennen den Zeitpunkt aber noch nicht und müssen bis dahin sehr intensive Überlegungen vornehmen", sagte Kleinschmidt.

Er blickte auf die Gesamtzeit der bestehenden Verbindung und berichtete von der Neugründung eines "Lenkungausschusses", in dem jeweils drei Presbyter aus beiden Gemeinden sitzen. "Wir werden uns künftig regelmäßig treffen. Auch dürfen die Presbyter gegenseitig die Sitzungen des anderen Presbyteriums besuchen", erklärte der Kirchmeister aus Remlingrade.

Er hoffe auf ein verstärktes Zusammenwachsen, ähnlich wie bei der Kinder- und Jugendarbeit der beiden Gemeinden.

Die Orgel in der Kirche Remlingrade muss überprüft werden. FOTO: Hertgen Nico

Kleinschmidt teilte den vorgeschriebenen Ablauf der Stellenausschreibung mit, der im Dezember gestartet und über mehrere Monate dauern wird. "Die Landeskirche hat ein Vorschlagsrecht, doch wird uns dabei niemand aufgedrückt. Eine Mitbestimmung unsererseits ist gegeben", sagte Torsten Kleinschmidt.

Die Frage nach den Immobilien beider Kirchengemeinden bei einem möglichen Zusammenschluss wurde aus der Gemeinde heraus auch gestellt. Kleinschmidt sagte dazu, dass noch keine Gedanken zu diesem Thema bekannt seien.

Er räumte aber ein, dass künftige Vermietungen, wie das des Pfarrheimes, überlegt werden könnten. Weiter sei es wohl auch sinnvoll, die beiden Gemeindebüros mit einer Gemeindesachbearbeiterin zu zentralisieren.

Pfarrerin Maria Kluge unterrichtete die Versammelten über den Bericht eines Orgelsachverständigen. Dieser hatte einen Schimmelbefall im Innern des Kircheninstruments festgestellt. "Es werden Feuchtigkeitsmessgeräte in der Kirche und auf dem Außengelände aufgebaut, um die Ursache entdecken zu können", erklärte sie. Sie berichtete auch darüber, dass alle Zimmer der Wohngemeinschaft im Gemeindehaus am Pastoratshof derzeit vermietet sind und noch für eine freie Wohnung Nachmieter gesucht werden.

Weiter blickte sie auf das 25-jährige Bestehen des Gemeindehauses in Herkingrade. Hier planen die Remlingrader für Sonntag, 2. Juli, in Herkingrade ein Fest zu Ehren des Gemeindehauses.

Quelle: RP
 
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