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Radevormwald
BMX-Fahrer stehen kurz vor ihrer Vereinsgründung

Radevormwald: BMX-Fahrer stehen kurz vor ihrer Vereinsgründung
Die Mitglieder des Fachausschusses begutachteten die verschiedenen Hügel und Absprünge an der BMX-Strecke. FOTO: joachim rüttgen
Radevormwald. An der BMX-Strecke an der Wasserturmstraße geht es gut voran: Die Jugendlichen präparieren eifrig ihre Pisten und richten das Gelände her. Der Ausschuss für Soziales, Sport und Integration überzeugte sich vom aktuellen Stand und begutachtete die Strecke. "Die Jugendlichen sind guter Dinge, störend sind für sie nur einige große Steine auf der Strecke und das sprießende Unkraut", berichtete der Vorsitzende Dr. Jörg Rieger. Von Joachim Rüttgen

Der Anfängerhügel für die 15 bis 20 kleinen BMX-Fahrer ist fertig und kann problemlos genutzt werden. Vom großen Starthügel aus ist auch eine komplette Umfahrung über alle neun Absprünge möglich. "Das ist gar nicht so schwer, wie es aussieht", sagte Fahrer Manuel Michaelis und schmunzelte ob der erstaunten und teils ehrfürchtigen Blicke einiger Ausschussmitglieder.

Er berichtete allerdings auch schon von ersten Problemen: zum einen von kleineren Kindern, die auf den noch nicht fertig präparierten Hügeln herumklettern und einiges kaputt machen - und von Motocrossfahrern, die ebenfalls ihre unschönen Spuren hinterlassen. "Die haben hier nichts zu suchen", meinten einige Ausschussmitglieder. Schilder mit der Aufschrift "Benutzung auf eigene Gefahr" sind bestellt und sollen schon bald geliefert werden, sagte der Vorsitzende des Amtes für Schule, Kultur und Sport, Jürgen Funke. Die BMX-Fahrer würden außerdem gerne die noch nicht fertiggestellten Pisten mit Pöllern, Zaunpfählen, Ketten und Flatterband absperren, damit so deutlich wird, dass eine Nutzung noch nicht erlaubt ist. Das komplette Gelände einzuzäunen, davon halten alle Beteiligten nichts. "Es ist halt so, dass sich hier einige Kinder und Jugendliche nicht an Regeln halten und so zum Beispiel auch Müll einfach wegwerfen, obwohl wir Eimer aufgestellt haben", berichtete Gina Richert. Auch hier würde es vielleicht helfen, mal ein Schild aufzustellen.

Funke betonte, dass die jungen BMX-Fahrer durchaus von ihrem Hausrecht Gebrauch machen dürften und Unbefugte auch vom Gelände verweisen dürfen, wenn die sich nicht an die Regeln halten. Voraussetzung dafür ist allerdings die Gründung eines Vereins, die nach Angaben von Michaelis kurz bevorsteht, denn es müsse nur noch ein Konto eröffnet werden: Der Verein soll "Ruthless Riders" heißen. Ansonsten zeigten sich die Jugendlichen bei der Besichtigung des Ausschusses sehr zufrieden mit dem Ist-Zustand, so dass nach sechs Jahren die BMX-Strecke nun endlich realisiert werden konnte.

Eine Bitte haben die BMX-Fahrer aber noch an alle Radevormwalder: Um die Pisten, Sprünge und Strecken bestmöglich präparieren und so herrichten zu können, dass der Untergrund auch hält, brauchen die Jugendlichen dringend optimales Material - "und das ist Lehm ohne Steine, der besser verdichtet," berichtete Thimo Schröder.

Anke Schröder vom Sozialamt versprach, die Kollegen vom Bauamt zu informieren. Bestimmt gebe es vielleicht aber auch private Häuslebauer, die Erdaushub loswerden wollen und den die BMX-Fahrer gut gebrauchen könnten. "So ein Material ist selten, aber es gibt so was", sagte Michaelis.

Quelle: RP
 
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