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Radevormwald
BÖ-LA forscht weiter an neuer Technologie

Radevormwald: BÖ-LA forscht weiter an neuer Technologie
Mike Böing-Messing sucht weitere Nischen für Produkte. FOTO: hn (Archiv)
Radevormwald. Das Siebdruckunternehmen hofft, mit seinem "OLED"-Projekt 2022 in die Fertigung gehen zu können.

Das mittelständische Familienunternehmen Bö-La ist nicht nur in seiner Fertigung seit Jahren auf Wachstumskurs, sondern seit längerer Zeit in Kooperation mit anderen Institutionen auch an der Grundlagenforschung für neue Werkstoffe beteiligt, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter Mike Böing-Messing. Bei der Entwicklung wird zum Teil mit Kunden wie BMW zusammengearbeitet. Bei "dekOLED" sind NRW und die Europäische Union als Fördermittelgeber mit eingebunden. Ein erstes Projekt zur Entwicklung organischer Leuchtdioden ist bereits abgeschlossen. Jetzt hat BÖ-LA mit Partnern den weiteren Zuschlag erhalten.

BÖ-LA ist eine der größten technischen Siebdruckereien weltweit und gehört zu den führenden Spezialisten für industrielle Siebdruckanwendungen. Folien werden so mit Elektronik hinterspritzt, dass sie als neue Generation von Bedienelementen eingesetzt werden. Fertigung mit Reinraumtechnik, Klimatisierung und Luftbefeuchtung bieten die Grundlage für die Qualität und stellen die Weichen für neue, wachsende Geschäftsbereiche wie gedruckte Elektronikkomponenten.

Als Zulieferer für die Automobil-, Hausgeräte- und Elektronikindustrie werden mit dem "dekOLED"-Forschungsprojekt, das im April gestartet und bis 2020 angelegt ist, neue Multifunktionsanzeigen entwickelt und Produktnischen geschaffen. OLED ist für die Folienverarbeitung der nächsten Generation von Bedeutung. Im Auto der Zukunft könnten die Produkte, die jetzt im Vorentwicklungsstadium sind, zahlreiche Anzeige- und Bedienfunktionen übernehmen.

Die organische Folie leuchtet selber und könnte als aufgeklebtes Element dem Fahrer das Bedienen erleichtern. Es erfüllt Aufgaben, für die heute noch zahlreiche Komponenten benötigt werden. Geforscht wird jetzt an der Langlebigkeit und hohen Temperaturbeständigkeit der Prototypen und dem Einsatz von 2,5-dimensional geformten organischen Leuchtdioden in einem dreidimensionalen Kunststoffformteil. Die Funktionselemente werden in eine geschlossene, dekorativ gestaltete Oberfläche integriert.

Das Unternehmen mit drei Werken im Gewerbegebiet Mermbach und Zentrale an der Dahlienstraße arbeitet mit dem Zentrum für Organische Elektronik Köln, dem mittelständischen Unternehmen für Beschichtungstechnologie CCR aus Troisdorf, der Gemeinnützigen KIMW-GmbH für Oberflächen- und Beschichtungstechnik und der Daimler AG. Der große Automobilist ist unterstützender, assoziierter Partner. Mit dem Forschungsprojekt hofft Mike Böing-Messing, dass es für die neuen Bauteile 2022 eine Serienreife gibt - dann vielleicht auch in den Daimler-Fahrzeugen.

(wos)
 
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