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Radevormwald
Breitere Fluchttüren geplant

Radevormwald: Breitere Fluchttüren geplant
Die beiden Türen links und rechts der Bühne sollen den Maßen des Fluchttreppenhauses angepasst werden. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Die Konjunktur für Bau- und Handwerksbetriebe scheint zu boomen. Das ist das Fazit von Ulrich Dippel, dem Leiter des Technischen Bauamtes der Stadt. Auf die Ausschreibung zahlreicher Arbeiten zur Modernisierung des Brandschutzes im Bürgerhaus gab es nur eine begrenzte Resonanz. Von Wolfgang Scholl

"Für einige Gewerke hat sich kein Unternehmen gemeldet", sagt er. Bei den anderen werden jetzt die Gebote geprüft und nachgerechnet. Dippel schätzt, dass mit einigen Arbeiten demnächst nach der Vergabe in der Ratssitzung am 4. Juli begonnen werden kann. Mit einer Fertigstellung rechnet er erst im kommenden Jahr.

Im ersten Schritt gibt es wohl Arbeiten im großen Saal und im Treppenhaus. Priorität genießt die Verbreitung der Fluchttüren im Saal neben der Bühne auf das Niveau der dortigen Treppenhauses. Unter die Decke wird eine neue Brandschutzmeldeanlage eingebaut. Dazu kommt das Verschließen von Brandschutzklappen in Wänden, damit sich ein Feuer nicht durch die Kanäle in den Wänden ausbreiten kann. Mit diesen Arbeiten hofft Dippel Ende September durch zu sein, weil im Oktober wieder Veranstaltungen im Saal des Bürgerhauses stattfinden sollen. Der Vorhang an der Bühne war schon vorher brandschutzsicher erneuert worden. Das gilt auch für die Belüftungsanlage. Dort kommt es darauf an, dass die einzelnen Teile in Zukunft im Übergang zu den Wänden abgeschottet sind.

Unsicherheiten ergeben sich für Ulrich Dippel dadurch, dass alle Verbesserungen "sogenannte Arbeiten im Bestand sind". "Da weiß man nie, was kommt, wenn man eine Decke oder eine Wand öffnet", sagt er und ergänzt: "Wir wissen nie, ob die Pläne, die wir über den Bau erhalten haben, auch wirklich stimmen." Angesichts der bisherigen Gebote ist Dippel auch noch zuversichtlich, dass die Bausumme von etwa 1,1 Millionen Euro gehalten werden kann. Mit dem Technischen Überwachungsverein und der Unteren Bauaufsicht wird die Stadt bald Kontakt aufnehmen, um dort zu erreichen, dass die Arbeiten erst 2018 abgeschlossen werden müssen. Für die Gewerke ohne Gebot werden jetzt andere, gesetzliche zugelassene Vergabeverfahren in Gang gesetzt. "Das dauert zum Teil aber seine Zeit", sagt Dippel, der hofft, dass auch der Einbau der Schutztüren auf den einzelnen Etagen im Treppenhaus möglichst schnell erledigt werden kann.

Wie angekündigt, sollen die anderen Arbeiten in Wänden und Decken im Mehrzweckraum, in der Stadtbücherei und in den Jugendräumen später im Jahr oder 2018 stattfinden. Auch im Bürgertreff kann derzeit nicht gearbeitet werden - geplant ist ein Durchbruch zum Flur des Aufgangs zum großen Saal (erste Etage) -, weil die Ökumenische Initiative wegen der späteren Fertigstellung des "Haus der Begegnung" am Schlossmacherplatz noch nicht dorthin umgezogen ist. "Wir werden uns für die Arbeiten mit den einzelnen Abteilungen absprechen", sagt Dippel.

Die Außen-Fluchttreppe zum Innenhof wird den letzten Bauabschnitt bilden. Dann sollen 675 statt 475 Besucher Platz finden können.

Quelle: RP
 
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