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Radevormwald
Bürgerkolleg stellt neues Programm vor

Radevormwald: Bürgerkolleg stellt neues Programm vor
Kathrin Gilberg (l.), Karl Heinz Humpert und Nicole Grüdl-Jakobs machen sich stark fürs Ehrenamt. FOTO: Peiseler (Archiv)
Radevormwald. Nach dem erfolgreichen zweiten Semester finden auch in der ersten Jahreshälfte 2018 wieder sechs Fortbildungen für Ehrenamtliche auch aus Radevormwald statt. Wer Interesse hat, kann sich im Internet informieren und anmelden. Von Wolfgang Weitzdörfer

Ehrenamt ist für die Gesellschaft von tragender Bedeutung. Daher ist es umso wichtiger, wenn sich im Verein die ehrenamtlich Aktiven auch mit der Vereinsarbeit in der Theorie auskennen. Die Bürgerstiftung Remscheid hatte daher im vergangenen Jahr in Kooperation mit der Volkshochschule Remscheid das Bürgerkolleg Remscheid ins Leben gerufen.

In bereits zwei Semestern wurden seit dem 28. Januar des Vorjahres 13 Kurse mit 124 Teilnehmern veranstaltet. Das sagte die Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums der Stadt Remscheid, Nicole Grüdl-Jakobs, bei der Vorstellung des neuen Programms für das dritte Semester in der Stadtbibliothek an der Scharffstraße. "Besonders gut gelaufen sind dabei Kurse in Presse- und Medienarbeit, im Steuerrecht, der Webseiten-Gestaltung und des Haftungsrechts für Vereine", sagte Grüdl-Jakobs.

Zusammen mit Kathrin Gilberg, der Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung, und deren Vorstandskollegen Wilfried Milz, stellte Grüdl-Jakobs die Programmpunkte der kommenden sechs Monate vor. "Wir haben festgestellt, dass eintägige Kurse besser bei den Teilnehmern ankommen als mehrtägige. Darauf haben wir reagiert", sagte Grüdl-Jakobs. Mit einer Ausnahme seien die sechs Veranstaltungen des ersten Semesters 2018 demnach Tagesseminare. Los ging es bereits am vergangenen Samstag mit einer Nachholveranstaltung aus dem Vorjahr: "Visionen und Leitbilder im Verein" lautet das Motto. Dieser war zugleich Abschluss der im Vorjahr angebotenen Fünf-Kurse-Schulung zum zertifizierten Vereinscoach. "Bei der Veranstaltung wurden auch drei Vereinscoaches dafür ausgezeichnet, dass sie diese Fortbildung komplett bei uns absolviert haben", sagte Gilberg. Das Angebot solle im zweiten Halbjahr wieder angeboten werden: "Und bei entsprechender Resonanz dann auch als regelmäßige Kursus-Reihe in den kommenden Jahren", sagte Gilberg.

Man habe sich beim bundesweit ursprünglich ersten Bürgerkolleg in Wiesbaden umgesehen, zudem bei den Schwester-Kollegs in Gütersloh und Braunschweig: "Wir sind deren Themen des Vorsemesters auf ihre Buchungsfrequenz hin durchgegangen und haben unser Programm entsprechend ausgewählt", sagte Grüdl-Jakobs. Zielgruppe seien natürlich Ehrenamtliche aus Vereinen - allerdings nicht nur aus Remscheid: "Wir sind in Projekten zwar satzungsgemäß auf Remscheid limitiert", sagte Gilberg: "Aber kostenlos an unseren Kursen teilnehmen können auch Vereinsmitglieder und anderweitig ehrenamtlich engagierte Menschen aus den umliegenden Städten Hückeswagen, Radevormwald, Wermelskirchen, Solingen oder Wuppertal."

Gilberg betonte zudem, wie wichtig Spenden für die Arbeit des Bürgerkollegs seien: "Als Stiftung müssen wir unseren Stiftungssockel ja erhalten und dürfen nur mit Gewinnen arbeiten - bei der heutigen Zinslage kann man sich ausrechnen, dass Spenden von größter Bedeutung für uns sind."

Hervorheben wollte sie dabei die Zahnärzte-Initiative in Remscheid (ZIRS): "Die Zahnärzte sprechen ihre Patienten darauf an, ob sie anfallendes Zahngold spenden möchten. Das wird sehr gut angenommen und finanziert unsere Arbeit nahezu ausschließlich."

Wer nun Interesse an einem der Kurse bekommen hat, kann sich im Internet auf den Seiten des Bürgerkollegs oder der Volkshochschule Remscheid informieren und anmelden. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei sechs Teilnehmern, für Ehrenamtler ist die Teilnahme kostenfrei. "Es können auch alle anderen Interessierten teilnehmen. Für sie wird allerdings die Kursusgebühr fällig", sagte Kathrin Gilberg.

www.buergerkolleg-remscheid.de

Quelle: RP
 
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