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Radevormwald
Bürgermeister ehrt Einser-Facharbeiter

Radevormwald: Bürgermeister ehrt Einser-Facharbeiter
Tobias Weber (links) und Steven Potthof haben ihre Prüfungen mit "sehr gut" bestanden. Bürgermeister Johannes Mans (Mitte) und Michael Sallmann (l.) gratulieren, daneben steht Kuhn-Ausbildungsleiter Andreas Döbler. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Tobias Weber von GKN und Steven Potthof berichten über ihre Ausbildung und das Verhältnis zu den Ausbildern. Von Marion Gerdel

Gute Leistungen honorieren und für eine Ausbildung im Handwerk werben, das sind die Gründe, warum die Industrie- und Handelskammer (IHK) jedes Jahr mitteilt, welche Auszubildenden ihre Abschlussprüfungen mit der Traumnote "sehr gut" abgeschlossen haben. Der neue Bürgermeister Johannes Mans will mit der Tradition, diese Bestleistungen zu würdigen, nicht brechen und hatte Tobias Weber und Steven Potthof ins Rathaus eingeladen. "Für uns als Stadt ist es eine Ehre, Jugendliche auszuzeichnen, die sich besonders engagiert haben. Damit können wir zeigen, dass es uns als Kommune wichtig ist, vor Ort auszubilden und Perspektiven zu bieten", sagte Mans.

Michael Sallmann, Geschäftsführer der IHK Köln, ergänzte: "Es wird oft übersehen, welch gute Arbeit in Betrieben und Berufsschulen geleistet wird. Immerhin fünf Prozent eines Jahrganges schaffen es, die Ausbildung mit der Note "eins" abzuschließen." Tobias Weber, der seine Ausbildung zum Industrie-Mechaniker bei GKN Sinter Metals absolvierte und Steven Potthof, der bei der Edelstahlgießerei Kuhn zum Maschinen- und Anlagenführer ausgebildet wurde, freuten sich über die Anerkennung, die sie auch in ihren jeweiligen Betrieben seit Abschluss der Ausbildung erfahren.

Dass sie ihre Ausbildung mit der Traumnote abschließen konnten, war für beide nicht selbstverständlich. Steven Potthof (21) gab zu, dass er im Laufe der Lehrzeit auch schon das eine oder andere Tief durchlaufen hatte. "Aber ich hatte ein Fachabitur im technischen Bereich, da fiel mir einiges auch leichter."

Auch Tobias Weber (22) berichtet, dass er sich nach der schon erfolgreichen Zwischenprüfung erst mal auf diesen guten Ergebnissen ausgeruht habe. "Da halfen die Ausbilder, die einen wieder auf den richtigen Weg brachten", meinte er. Dass neben der rein fachlichen Ausbildung auch aufbauende Gespräche in den Aufgabenbereich eines Ausbilders fallen, ist für Andreas Döbler, Ausbildungsleiter bei Kuhn, selbstverständlich.

"Wir freuen uns natürlich, wenn es gut läuft", sagte er, "aber wir bilden schließlich auch aus, weil wir Facharbeiter brauchen, die wir auf dem Arbeitsmarkt sonst nicht finden." Es sei aber auch klar, dass an diesen guten Ausbildungsergebnissen zahlreiche Leute beteiligt sind. Jeder Facharbeiter gibt sein Wissen an die Auszubildenden weiter. "Da kommen schnell 50 Leute zusammen, die zum Resultat beitragen", sagte Döbler. Er weiß, dass die jungen Leute im Ausbildungszentrum zwar eine Wissensgrundlage vermittelt bekommen, um in ihrer täglichen Arbeit aber bestehen zu können, müsse Know-how der Facharbeiter weitergegeben werden. "Deren Kniffe und Tricks sind ein unglaublicher Schatz an Wissen."

In dieser engen Zusammenarbeit der Firmen mit ihren Auszubildenden sieht Michael Sallmann einen der großen Vorteile im Gegensatz zum Studium: "Den Hochschulen ist es egal, ob es der Einzelne schafft. In der Ausbildung verpflichtet sich das Unternehmen, alles zu tun, damit der Auszubildende Erfolg hat. Viele Jugendliche brauchen diese Verbindlichkeit nach der Schulzeit noch."

Steven Potthof hat schon eine konkrete Vorstellung davon, wie es jetzt nach der zweijährigen Ausbildung weitergehen soll: "Erst will ich jetzt die Meisterschule absolvieren und nach aktuellem Stand dann noch ein Maschinenbaustudium anschließen."

Zwei Tipps haben Tobias Weber und Steven Potthof für andere Auszubildende: "Die enge Zusammenarbeit mit dem Ausbilder ist wichtig, und man muss das benötigte Wissen beim Arbeitgeber einfordern."

Quelle: RP
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