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Radevormwald
Bürgermeister will Verwaltung verstärken

Radevormwald: Bürgermeister will Verwaltung verstärken
Im Rathaus an der Hohenfuhrstraße dreht sich das Personalkarussell weiter: Bürgermeister Johannes Mans will auch Kräfte von außen holen. FOTO: dörner (archiv)
Radevormwald. Um die Integrierten Handlungskonzepte jetzt schnell umzusetzen, kommt auch Personal von außen. Von Joachim Rüttgen

Nach der positiven Bewertung des zuständigen Ministeriums für das Projekt "Starke Quartiere - starke Menschen" in den Wupperorten, will Bürgermeister Johannes Mans den Umsetzungsprozess nun deutlich beschleunigen. "Das muss jetzt alles schneller gehen", sagt er und drückt gewaltig aufs Tempo. Es mache ihm sicher keinen Spaß, Druck auszuüben, aber da sich die Stadt in der Endphase der Förderkulisse um Mittel beworben habe und es die Quartiersentwicklung damit schon länger gebe, müsse die Stadt nun vorankommen.

"Wir sind nicht am Ende, sondern stehen am Anfang eines langen Prozesses und müssen nun in eine Arbeitssituation kommen", fordert Mans, der ankündigt, auch beim Personal innerhalb der Verwaltung nochmals nachjustieren zu wollen. So soll zur Umsetzung der Integrierten Handlungskonzepte (InHK) für die Wupperorte und die Innenstadt eine externe Planerin zur Kostenkontrolle eingestellt werden. Außerdem soll ein Ingenieur von außen das Team der Gebäudewirtschaft verstärken. "Der Mann kommt aus einem Ingenieur- und Planungsbüro und soll sich ab 1. April vor allem auch um die anderen laufenden Projekte in der Verwaltung kümmern", sagt Mans und weist in diesem Zusammenhang vor allem auf die Begegnungsstätte in der Grundschule Stadt hin. Auch hierfür brauche man qualifiziertes Personal.

"Ich bin ein großer Anhänger einer Durchmischung beim städtischen Personal", sagt Mans. Dabei müssten Verwaltungsmitarbeiter auch künftig Aufstiegschancen haben, "aber gleichzeitig möchte ich auch Leute aus der freien Wirtschaft einbinden", sagt Mans.

FOTO: Moll Jürgen

In der Diskussion sei zurzeit auch die personelle Struktur im Technischen Bauamt. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dieser Bereich zu groß ist und wir ihn in seiner Effizienz neu überdenken müssen", sagt der Bürgermeister. Mit dem neuen Ingenieur in der Gebäudewirtschaft wolle man erste Erfahrungen sammeln, um das Technische Bauamt eventuell in einen Bereich Tiefbau und einen Bereich Hochbau aufzuteilen. Zum Tiefbau gehöre dann auch der städtische Betriebshof, im Hochbau möchte Mans gerne den Bereich für die Hausmeister ansiedeln. "Hier würden wir einen Vorarbeiter einstellen, der diesen Bereich leitet", sagt er. Ihm sei eine engmaschige Verzahnung wichtig.

"Wir wollen Erfahrungen sammeln, und wenn es sich bewährt, dann vielleicht die neuen Strukturen auch auf andere Bereiche übertragen", sagt Mans. Insofern sehe er die Stadtverwaltung in gewissen Bereichen als Wirtschaftsunternehmen. "Bei hoheitlichen Aufgaben gibt es natürlich andere Aufgabenstellungen", sagt Mans.

Aber auch eine Stadtverwaltung müsse sich fragen lassen, wo sie bürgerfreundlich ist und sich daran messen lassen, wie gewisse Dinge und Abläufe umgesetzt werden.

"Die falschen Leute auf gewissen Positionen sorgen eben für weniger Effizienz. Das wollen wir verhindern", sagt der Bürgermeister.

Quelle: RP
 
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