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Radevormwald
Bürgerverein nutzt "Sparkassen-Filiale"

Radevormwald: Bürgerverein nutzt "Sparkassen-Filiale"
Der rote Tresen steht noch. Michael Scholz (r.) übergab den Sparkassen-Schlüssel an Herbert Moeselaken (l.) und den Bürgervereinsvorstand. FOTO: Flora Treiber
Radevormwald. Bürgerverein für die Wupperorte darf die Räume an der Kirchstraße nutzen. Der Verein übernimmt die Haftungsrisiken. Von Flora Treiber

Die Sparkassenfiliale an der Kirchstraße in Dahlerau wurde zum 1. Oktober geschlossen. Seitdem ist nur noch die Geldversorgung im vorderen Teil des Gebäudes sichergestellt. Die Räume hinter der großen Glaswand, wo bis Herbst Kundengespräche geführt wurden, stehen seit der Schließung leer. Zwei Schlüssel für diese Räume bekam am Donnerstagabend der Vorstand des Bürgervereins für die Wupperorte.

Der Verein nutzt bereits seit sechs Jahren einen Raum des großen Gebäudes. Ursprünglich als Bürgerbüro gedacht, im vergangenen Jahr eher aber als Lager- und Abstellraum genutzt. Die Bürgersprechstunde will der Verein jetzt wieder aufnehmen, neue Sprechzeiten und Beratungsangebote entwickeln. "Die inhaltliche Planung ist noch nicht abgeschlossen. Wir müssen noch Ideen sammeln und besprechen, welche Angebote wir umsetzen können", sagt der Vorsitzende Herbert Moeselaken. Er und sein Vertreter Hans-Otto Ottfried nahmen die Schlüssel für die ehemalige Sparkassenfiliale entgegen und haben stellvertretend für den Verein auch die Haftungsrisiken übernommen, die mit der Nutzung der Räume einhergehen.

Zu dem Bürgerbüro sind jetzt noch die große Eingangsfläche der Filiale hinzugekommen sowie ein Büro. Das große Eckbüro auf der rechten Seite des Hauses wird weiterhin leer stehen. "Die Räume hängen an unserer Alarmanlage und dürfen nicht betreten werden", sagt Michael Scholz, der als Marketingleiter für die Sparkasse an der Kirchstraße die Schlüssel übergab. Abgeriegelt sind natürlich auch der Tresorraum und Bereiche des Kellers.

Die Räume, die von dem Wupperverein genutzt werden, sehen noch nach Sparkasse aus. Der große Tresen soll allerdings bald abgebaut werden, der Bürgerverein will den Raum, etwa 100 Quadratmeter groß, mit Tischen und Stühlen ausstatten, um erste Schritte in Richtung Begegnungsstätte zu unternehmen. "Die Stadt ist zu langsam. Mit deren Unterstützung hätten wir erst in vier Jahren eine Begegnungsstätte. Deshalb nehmen wir das jetzt selber in die Hand, so lange können wir nicht warten", sagt Moeselaken. Ihm schwebt vor, an der Kirchstraße Spieleabende, Gesprächskreise und Vortragsveranstaltungen anzubieten.

Michael Scholz kommunizierte am Donnerstag noch einmal klar, dass eine Nutzung der Räume durch andere Vereine vorher mit ihm abgesprochen werden muss. "Tanzproben oder andere laute Aktivitäten kommen nicht infrage", sagt er. Rücksicht muss nämlich auf den Rest des Hauses genommen werden, der einen Sozialen Dienst und bis zu acht Wohnparteien beherbergt. Auf diesen Kompromiss lässt sich der Bürgerverein gerne ein, denn Miete muss er für die Nutzung nicht bezahlen. "Die einzige Gegenleistung besteht in der Übernahme der Haftungsrisiken", sagt Scholz.

Die sind in Zusammenhang mit einem Geldautomaten und den dafür notwendigen Sicherheitsvorkehrungen einer teilweise genutzten Sparkassenfiliale nicht zu unterschätzen. Herbert Moeselaken sieht darin für den Verein aber kein Problem. "Wir werden selber einen Schließdienst organisieren und verantwortungsvoll mit den Räumen umgehen", sagt der Vereinsvorsitzende.

In den nächsten Wochen folgt jetzt die konkrete inhaltliche Planung des Bürgervereins für die neuen Räume.

Quelle: RP
 
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