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Radevormwald
Carlo eröffnet "Kaufpark"

Radevormwald. An der Nelkenstraße werden seit gestern auf 2210 Quadratmetern Verkaufsfläche mehr als 15 000 Artikel verkauft. Auffallend sind die großzügig gestalteten Gänge. Der Laden soll auch Kunden aus dem Umland anlocken. Von Joachim Rüttgen

Bruno Mück strahlt. "Das ist die Rader Festhalle geworden." Mit der Eröffnung des neuen "Kaufpark" an der Nelkenstraße mit Kostproben, Bierwagen, Überraschungen, Maskottchen Carlo und einem Gewinnspiel ist der Bezirksleiter zufrieden. Auf diesen Laden habe Rade gewartet. "Die Größe und der Platz ist einmalig", sagt Mück und blickt in die langen Gänge, durch die sich gestern kurz nach 11 Uhr jede Menge Kunden schieben. "Kaufpark" präsentiert in Rade das größtmögliche Sortiment und ist einer der größten Läden im oberbergischen Kreis.

Im großzügigen Eingangsbereich findet sich der einzige Kooperationspartner – die Bäckerei Busch. Obst und Gemüse empfangen den Kunden gleich zu Beginn. Im Halbkreis sind Äpfel, Orangen und Kohlrabi angeordnet. "Für die Kunden soll das hier ein Erlebniskauf sein. Dafür brauchen sie Platz, um sich in Ruhe das Sortiment anzuschauen. Der Kunde soll flanieren", sagt Mück. Die Gänge sind außergewöhnlich breit, hier wurde großzügig geplant. Mück versichert, "dass die neuesten Einkaufskonzepte umgesetzt wurden mit einer ungeheuren Sortimentstiefe." Das wird den einen oder anderen Kunden beim Erstbesuch erschlagen, einige suchende Blicke waren gestern zu entdecken.

Vollsortimenter fehlte

Vor allem im Bereich der ausländischen Spezialitäten möchte "Kaufpark" auftrumpfen. "Wir haben versucht, alle Urlaubsregionen zu erfassen", sagt Mück. Neu sind rote Einkaufsbuggys, die der Kunde einfach hinter sich herziehen kann. Vom Sortiment dürfte es kaum etwas geben, was er vermissen müsste. "Was Rade fehlt, ist ein Vollsortimenter, das sind wir", sagt Mück. 41 Mitarbeiter und zwei Auszubildende sind hier beschäftigt. 25 Mitarbeiter des ehemaligen "Extra-Marktes", die zwischenzeitlich in Lüdenscheid und Halver gearbeitet haben, wurden zurückgeholt, dazu gab's einige Neueinstellungen. Ob weitere neue Stellen geschaffen werden, hänge von der Umsatzentwicklung ab, sagt Mück. Für Filialeiter Ingo Gauger war die Neueröffnung fast schon Routine, von Aufregung kaum eine Spur. "Da geht man gelassen ran", sagt er.

Beim Blick in den Getränkebereich fallen die riesigen Dimensionen nochmal auf: Die Bandbreite der regionalen und überregionalen Getränkesorten gerade im Mehrwegbereich ist beeindruckend. "Auch den Non-Food-Bereich haben wir ausgebaut, weil es in Rade kein richtiges Kaufhaus gibt", sagt Mück. Deshalb gibt's Kleinelektro, Gläser, Geschirr, Haushaltswaren, Computer-Zubehör, Handtücher und Spielwaren. "Dafür muss niemand mehr nach Remscheid fahren", sagt Mück. Dass der Konkurrenzkampf wächst, weiß der Bezirksleiter. Da der Kaufpark von Rewe beliefert wird, macht er sich sogar hausintern Konkurrenz mit dem Markt in der Innenstadt. "Jeder schneidet sich ein Stück vom Kuchen ab. Der Kunde profitiert von Service, Leistung und dem größten Sortiment", sagt Mück. Außerdem wolle man Kunden aus dem Umland nach Rade locken. "Da sind Synergieeffekte für andere Branchen zu erzielen", sagt Mück.

Kaufpark Nelkenstraße 17-19, Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 8 bis 21 Uhr.

Quelle: RP
 
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