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Radevormwald
CDU für engere Taktung der Linien 626 und 671

Radevormwald: CDU für engere Taktung der Linien 626 und 671
Wer mit der Linie 626 aus den Wupperorten kommt, soll in Herbeck einen schnelleren Anschluss an die Linie 671 erhalten. FOTO: hdö (Archiv)
Radevormwald. Die beiden Kreistagsabgeordneten der CDU, Rolf Schulte und Christian Viebach, möchten zu Spitzenzeiten wegen besserer Verknüpfung zur 626 alle 20 Minuten einen Bus von Herbeck nach Lennep anbieten. Von Wolfgang Scholl

Nach zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Oberbergischen Verkehrsbetriebe und der Stadtwerke Remscheid sowie Vertretern des Bürgerbusvereins der Stadt stellen Schulte und Viebach klare Forderungen an den neuen Nahverkehrsplan für Oberberg. "Für uns wird es sicher untragbar sein, dass die Linie 626, wie im Plan vorgeschlagen, nicht mehr eine Schleife über die Keilbeck fährt. Ebenso sehen wir für die Linie 671 keinerlei Notwendigkeit, die Streckenführung zu ändern. Die Ortschaften Krebsöge und Wilhelmstal hätten sonst gar keine Anbindung mehr", sagt Viebach, der auch Vorsitzender des Kreisentwicklungsausschusses ist. In dem Gremium berät die oberbergische Politik aus 13 Kommunen den Nahverkehrsplan für die Kreistagsentscheidung zum Ende des Jahres vor.

Die Buslinien 626 von Wuppertal über die Wupperorte nach Rade, die 671 von Lennep nach Rade und die 659 von Lennep nach Herkingrade stehen im Fokus der Überlegungen der Stadt zum Nahverkehrsplan. Die Politik wird sich inhaltlich damit Ende September auseinandersetzen, sagt Jochen Knorz, Ordnungsamtsleiter und für Fragen zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig. Abgewartet werden soll eine große Sitzung im Gummersbach am 7. September, in der Kreis und OVAG auch über die Rader Situation sprechen werden.

Beide Kreistagsabgeordnete sehen die Fortführung der Linie 659 als schwierig an. Die Stadtwerke Remscheid hatten öffentlich erklärt, dass sie durch die demnächst stattfindende Direktvergabe der Linien eigentlich keine Möglichkeit mehr hätten, diese Linie fortzuführen. "Dieses werden wir juristisch bewerten lassen müssen", sagen Viebach und Schulte. Andererseits spräche die extrem geringe Nutzung der vor einigen Jahren deshalb schon ausgedünnten Linie 659 eine deutliche Sprache. "Wir erwarten an dieser Stelle schwierige Gespräche", sagen die beiden Kreistagsabgeordneten. Auch Schüler nutzten die Linie 659 leider kaum noch. Der Bürgerbusverein könne mangels Kapazitäten nicht einspringen.

Um aber für die Bürger der Wupperorte die Anbindung nach Lennep zu verbessern, sollen die Umsteigemöglichkeiten von der Linie 626 in Herbeck auf die Linie 671 nach Lennep verbessert werden. An dieser Stelle sehen die Kreistagsabgeordneten einen neuen Prüfauftrag. "Wir schlagen vor zu prüfen, ob eine bessere Taktung der Linie 671 zu Stoßzeiten in der Woche eine Verbesserung mit sich bringen könnte. Uns wurde zugestimmt, dass eine kürzere Taktung der Linie 671 in Stoßzeiten von 30 auf 20 Minuten möglicherweise eine höhere Nutzung und bessere Anbindung mit sich bringen könnte", sagen Schulte und Viebach und ergänzen, "die Verkehrsbetriebe zeigen sich grundsätzlich bereit, die Abfahrtszeiten der jeweiligen Anschlusslinien noch einmal zu überprüfen und eventuell auch zu verkürzen."

In diesem Zusammenhang müsse auch über ein Anruf-Sammel-Taxi oder ein Pilotprojekt mit neuen ehrenamtlichen Mobilitätspaten nachgedacht werden.

Quelle: RP
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