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Radevormwald
CDU und FDP auch in Rade klare Sieger

Radevormwald. Die CDU hat sich von ihrem schlechten Ergebnis von der Landtagswahl 2012 erholt. In Rade siegt Nettekoven klar. Von Wolfgang Scholl

Gegen 20.40 Uhr gab es gestern Abend das letzte Ergebnis aus einem Wahlkampfbüro - aus dem Wahlbezirk 80 der Arge. Danach stand endgültig fest, dass die CDU in Rade zwei Siege davongetragen hat: Sie erhielt 42,4 Prozent der Erststimmen und 36,8 Prozent der Zweitstimmen. Auch bei der letzten Wahl 2012 hatte in Rade der CDU-Kandidat Peter Biesenbach gewonnen, die CDU mit 30 Prozent aber verloren.

Im Trend unterlag die SPD mit 29,46 und 26,61 Prozent. Lediglich in drei Stimmbezirken konnten sich die Sozialdemokraten gestern als stärkste Kraft behaupten, unter anderem am Wuppermarkt. Auch die FDP hat ihr Tief überwunden und holte 10,67 und 14,09 Prozent der Stimmen. Rafael Krauskopf sagte als FDP-Vorsitzender, dass man das erste Ziel, Rot-Grün abzuwählen, geschafft habe. An eine CDU/FDP-Regierung glaubte er am frühen Abend noch nicht, er hoffte es aber.

Bei den Grünen erhielt Jutta Velte weniger Stimmen als noch vor fünf Jahren Elisabeth Pech-Büttner bei ihrem ersten Auftritt. Die AfD schaffte es, ohne sichtbaren Wahlkampf in Rade zu machen, auf 7,08 und 8,03 Prozent der Stimmen. Felix Staratschek als Einzelkandidat gelangen in Rade 1,94 Prozent der Stimmen. Insgesamt wollte er gerne mehr als ein Prozent der Stimmen gewinnen. Er will auch zur Bundestagswahl wieder antreten.

Spannung herrschte am Abend im Bürgerhaus nur zu der Frage, ob die Linke in den Landtag einzieht. "Das ist aktuell die wichtigste Frage", sagte gegen 19.50 Uhr der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd Uellenberg, als es 4,9 Prozent für die Linke hieß. Da hatte der CDU-Ortsvorsitzende Sebastian Schlüter kurz vorher schon geäußert: "Es macht wieder Spaß, für die CDU Wahlkampf zu machen."

Anders sahen dies Rosemarie Kötter (stellvertretende Fraktionsvorsitzende) und Petra Pfeiffer. Beide waren sehr enttäuscht. Pfeiffer bezeichnete das Ergebnis als "niederschmetternd". Rosemarie Kötter sagte, dass Sven Wolf ein guter Kandidat gewesen sei. "Mit dem Ergebnis in dieser Deutlichkeit habe ich nicht gerechnet", sagte sie.

CDU-Kandidat Jens Nettekoven hatte in Rade bis zum letzten Tag Präsenz gezeigt. Er war am Samstagmorgen zum Bibelmarathon gekommen und hatte um 4 Uhr 20 Minuten lang aus der Bibel gelesen, am Abend war er beim Stadtfest. "Radevormwald gehört zu meinem Wahlkreis, darum werde ich mich auch in Zukunft kümmern", versprach er und ergänzte, "ich bin hier in den vergangenen eineinhalb Jahren sehr gut aufgenommen worden."

Das berichtete auch FDP-Kandidat Jörg von Polheim aus Hückeswagen. Er hofft, spätestens zur Bundestagswahl in den Landtag in Düsseldorf einziehen zu können. "Das endgültige Ergebnis für mich erfahre ich wahrscheinlich später in meiner Backstube", sagte der Bäckermeister.

Das klare Ergebnis des Wechsels hatte bei den Besuchern im Bürgerhaus schnell die Spannung herausgenommen. CDU-Mitglieder waren in der Überzahl. Vermutet wurde, dass der letzte Regenguss zum Stadtfest vielen die Lust genommen hatte, später noch ins Bürgerhaus zu kommen.

Positiv stimmt die Wahlbeteiligung- Sie lag mit 64 Prozent fünf Prozent höher als noch 2012.

Quelle: RP
 
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