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Radevormwald
Chinesische Kultur in prächtigen Trachten

Radevormwald: Chinesische Kultur in prächtigen Trachten
Die Gastgeber Li und Peter Hardt trugen goldene Trachtengewänder mit aufwendigen Kopfteilen. FOTO: Michael Schütz
Radevormwald. Mit rund 200 Gästen wurde in Radevormwald das erste chinesische Kostümfest gefeiert. Von Flora Treiber

Die schillernden Trachten der Gäste glänzten in der Sonne und verwandelten den Garten des Museums für Asiatische Kunst in ein buntes Meer. Zu dem Kostümfest im Sieplenbusch waren die meisten Gäste kostümiert gekommen, um ihre Kultur auszuleben und sich aktiv an dem Fest zu beteiligen. Die Galeristen Peter und Li Hardt hatten ihr Museum für das chinesische Kostümfest zur Verfügung gestellt, um einen großen Teil der Kultur bekannt zu machen und chinesischen Künstlern die Möglichkeit zu geben, ihre Shows im Bergischen Land zu zeigen.

Anlass für das Kostümfest ist das Mitte September anstehende Mondfest, das in Asien als zweitgrößtes Fest gilt. "Wir haben uns heute auf das Mondfest eingestimmt. Ein Kostümfest ist eine tolle Gelegenheit, um unsere Trachten zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen. Außerdem wollen wir die chinesische Kultur authentisch vermitteln", sagte Li Hardt. Für die Organisation der Künstler war Liu Yang verantwortlich. Sie setzt sich in Siegen für die chinesisch-deutsche Kultur-Gemeinschaft ein und hat Anfang des Jahres den Garten des Asiatischen Museums entdeckt. "Das Gelände bietet sich für ein Kulturfest an und die Umsetzung ist uns gut gelungen", sagte sie.

Das Kostümfest startete am Samstag mit einer Tai-Chi- und Qi- Gong-Vorführung mit Bettina Bamberg, bei der die Gäste mitmachen konnten. Auch die chinesischen Volkslieder, die auf der Bühne gesungen wurden, waren vielen Gästen bekannt. Am Nachmittag folgte ein Theaterstück zum Mondfest und ein Kabarett. "Ich habe in dem Theaterstück die Hauptrolle gespielt. Es geht um Liebe und um unsere Kultur. Das Mondfest ist für uns wichtig", sagte Liu Yang. Sie trug am Samstag, wie viele andere Gäste auch, eine Tracht der Tang-Dynastie. Die chinesische Kaiserdynastie war bis 907 an der Macht und wird von vielen Chinesen als Glanzstunde der Landesgeschichte gefeiert.

Zu jedem Kostümfest gehört auch ein Kaiserpaar, das in Gold gekleidet, schon aus der Ferne zu erkennen ist. Li Hardt trug als Gastgeberin eine goldene Tracht mit einem aufwendigen Kopfteil. Für sie war der traditionelle chinesische Tanz mit Tai-Chi-Elementen Höhepunkt des Festes. "Das war einfach ein tolles Bild. Alle haben mitgetanzt und haben die Stimmung genossen. Ich bin begeistert", sagte sie.

Zum Angebot des Tages gehörten auch chinesische Handarbeiten. Schmuck und kleine Kunstelemente standen zum Verkauf und die historische Tuchmalerei wurde von Experten vor Ort erklärt und gezeigt. Neben dem Handwerk zeichnet sich jede Kultur durch ihre Küche aus. "Leider gibt es unsere Küche in deutschen Restaurants nur in leicht abgewandelter oder eingedeutschter Form. Wir wollen zeigen, wie wir richtig kochen", sagte Liu Yang von der kulinarischen Kultur-Gemeinschaft. Es wurde Moon Cake, eine chinesische Süßigkeit, und Dim Sum serviert. Die kleinen Gerichte, gedämpft oder frittiert, werden in kleinen Bambuskörben serviert.

Am Ende des Festes wurden alle Gewänder und Trachten in einer Modenschau präsentiert, bevor die große Tombola eröffnet wurde. Li Hardt kann sich gut vorstellen, das Kostümfest nächstes Jahr wieder in Radevormwald zu veranstalten. "Die Resonanz war toll und von den 200 Gästen sind nur knapp 70 ohne Verkleidung gekommen", sagte sie.

Quelle: RP
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