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Radevormwald
Citymanagement setzt noch mehr auf die Innenstadt

Radevormwald. Die Mitglieder des Vereins für Citymanagement haben auf ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, für die in der Innenstadt engagierten privaten Immobilieneigentümer und Gewerbetreibenden zukünftig eine stärkere Fokussierung auf die Gewerbe- und Wohnflächenentwicklung vorzunehmen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Nach der erfolgreichen Revitalisierung der Schlossmachergalerie ist es jetzt das Ziel, die nicht modernisierten Gebäude aus den 1950er Jahren und die historischen Gebäude zu attraktiven Standorten für Einzelhandel, Dienstleistung und Wohnen zu entwickeln. Die Wohnungsnot in den benachbarten Ballungsräumen und der Trend zum Arbeiten in den eigenen vier Wänden im Zuge der Digitalisierung eröffnen Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch nicht greifbar waren. "Was wir im Umland anderer Metropolen wie München sehen, muss auch im landschaftlich attraktiven und für das Wohnen noch preiswerten Bergischen Land möglich sein", sagt Citymanager Dr. Siegbert Panteleit. Der größte europäische Ballungsraum, das Ruhrgebiet, läge nebenan.

In Gesprächen mit der neuen Stadtspitze sei eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und den zuständigen Verwaltungsstellen vereinbart worden. "Ich bin froh, dass der neue Bürgermeister bei der Wirtschafts- und Stadtentwicklung neue Wege geht und dabei auf die Kooperation mit den privaten Akteuren der Innenstadt setzt. Wir werden unsere Arbeit noch stärker als bisher darauf ausrichten", sagt Vereinsvorsitzender Dr. Martin Ottenstreuer.

Der Verein hat beschlossen, für die Neuausrichtung auch mit Blick auf das Auslaufen der öffentlichen Förderung nach 2018 seine Satzung und Organisationsstruktur zu ändern. Es gilt auch in Zukunft der Grundsatz, dass ökonomischer Erfolg und eine Verbesserung des Images sich für die Innenstadt dauerhaft nur mit kooperativer Stadtentwicklung erreichen lasse. Der Verein übernehme Aufgaben und Projekte, die nicht in den Bereich der Stadt fielen. Der Citymanagementverein sieht sich als Plattform für private Akteure in der Innenstadt, die Einzelinteressen bündelt und Ansprechpartner für die Stadt ist. Im Mittelpunkt steht die städtebauliche Aufwertung und Wertsteigerung der dortigen Gebäude und Grundstücksflächen sowie die Steigerung der Leistungsfähigkeit städtischer Funktionen für den Einzelhandel, die Gastronomie, die Wohnbevölkerung und die Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen.

(wos)
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