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Radevormwald
Dank für ehrenamtliche Arbeit
Radevormwald: Dank für ehrenamtliche Arbeit
Ralf Höller führte gestern Morgen den Einmarsch der Borbecker Feuerwehrleute mit Aktiven und Vertretern der Ehrenabteilung an. Höller war federführend an den Vorbereitungen der Feierlichkeiten beteiligt. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Zum offiziellen Empfang zum 125-jährigen Bestehen der Löschgruppe Borbeck auf dem Höller Hof traten die Feuerwehrleute mit der Bitte an die Stadt heran, diese möge das Dach ihres Gerätehauses erneuern. Von Cristina Buendia-Segovia

Obwohl die Nacht für einige sichtlich zu kurz war und sich manche sogar amüsiert mit dem Satz "Hast du etwa hier übernachtet" begrüßten, standen alle Borbecker Feuerwehrleute gestern pünktlich um elf Uhr auf dem Höller Hof zur Jubiläumsfeier bereit. Im Vergleich zum Vorabend waren deutlich mehr ältere Gäste und Familien unter den Besuchern. Die Halle hatte sich von einer Konzerthalle zur Empfangshalle mit vielen Holzbänken und hübsch dekorierten Tischen verwandelt.

Beim Gratulationsempfang, mit musikalischer Begleitung durch das Feuerwehrorchester übermittelten zahlreiche Vertreter von Feuerwehr, Stadt und Politik ihre Glückwünsche. Von einigen gab es sogar Geschenke. Tenor aller Redebeiträge: "Danke für die großartige Arbeit, die Sie ehrenamtlich leisten." Bürgermeister Josef Korsten hob hervor, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit Freiwilligen Feuerwehr ist, "besonders in solch ländlichen Regionen wie Radevormwald, sind die freiwilligen Löschgruppen wichtig, um einen flächendeckenden Brandschutz gewährleisten zu können."

Einladung nach Berlin

Einheitsführer Michael Ottofülling bedankte sich für den Zuspruch. Der CDU-Bundestagabgeordnete Klaus-Peter Flosbach beglückwünschte die Einheit ebenfalls und lud die Männer der Löschgruppe zu einer viertägigen Reise nach Berlin und einem Besuch im Bundestag ein.

Nach den vielen Reden und Glückwünschen sorgten der Feuerwehrmusiker mit einigen Stücken für eine willkommene Abwechslung, ehe die Borbecker Löschgruppe mit einer kleinen humorvollen Einlage in Zweierreihen zur Bühne schritt, allen voran Ralf Höller in einer braunen Kutte. Mit einer schwarzen Toilettenbürste bespritzte er die Anwesenden beim Vorbeimarsch. Auf der Bühne gab es dann eine humoristische Litanei. In einer Art Gebet wie bei den Klosterbrüdern stellte sich die Einheit vor und sprach Dinge des Festes an aber auch kleine Alltagsprobleme: "Das Gerätehaus braucht ein neues Dach", sagte der Mann in der braunen Kutte, worauf die restlichen Kameraden einstimmig antworteten: "Die Stadt hat aber kein Geld." Den Gästen gefiel der Auftritt, sie zollten reichlich Beifall.

Vor dem Familienfest mit Spielattraktionen für Kinder und dem gemütlichen Kaffeetrinken zum Ausklang des dreitägigen Festes verlieh Feuerwehrchef Wilfried Fischer sechs Ehrenabzeichen.

Quelle: RP
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