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Radevormwald
Das erste Putten auf dem Golfplatz

Radevormwald: Das erste Putten auf dem Golfplatz
BM-Mitarbeiter Wolfgang Weitzdörfer (r.) übt unter der Anleitung von Friedhelm Klüting, Vorstandsmitglied des Golfclubs Dreibäumen, auf dem Green das Putten. Später ging es noch zur Driving Range, wo der Abschlag erlernt wurde, und auf ein Par-3-Loch. Der Neuling brauchte dafür zwölf Schläge - statt drei. FOTO: J. Moll
Radevormwald. Beim Golfplatz-Erlebnistag im Golfclub Dreibäumen konnten am Samstag auch Anfänger das Spiel mit den weißen Bällen ausprobieren. BM-Mitarbeiter Wolfgang Weitzdörfer wagte sich erstmals aufs Green und die Driving Range. Von Wolfgang Weitzdörfer

Golf. Das war für mich immer ein Sport, den ich aus dem Fernsehen kannte. Bevorzugt aus dem Münsteraner Tatort, in dem Gerichtsmediziner Boerne regelmäßig und durch ganze Folgen hindurch auf kleine weiße Bälle einschlägt. Golfplatz. An so einem fahre ich in Dreibäumen, wenn ich in Richtung Wermelskirchen unterwegs bin, regelmäßig vorbei. Aus dem Augenwinkel beobachte ich dann die Golfer, wie sie konzentriert beim Abschlag stehen oder gemütlich ihrem Ball hinterher schlendern. Das Golf-Bag immer im Schlepptau. Den Sport einmal selber auszuprobieren, ist mir indes bislang nie in den Sinn gekommen. Bis zum vergangenen Samstag.

Da habe ich bei bestem Frühlingswetter beim Golfplatz-Erlebnistag mitgemacht. "Das ist eine bundesweite Aktion, an der sich alle Golf-Clubs beteiligen können", erläutert Friedhelm Klüting, selbst leidenschaftlicher Golfer und im erweiterten Vorstand des Golfclubs Dreibäumen engagiert. Er begleitet mich ein Stück meines ersten Golfwegs und erklärt mir zunächst ein paar Basics: "Um spielen zu dürfen, muss man die sogenannte Platzreife erlangen", sagt er. Das ist eine Einweisung zu den Regeln und Gepflogenheiten auf dem Golfplatz.

Dazu gehört nicht nur, dass man weiß, mit welchem Schläger man puttet und welchen man am Abschlag verwendet. "Es gibt auch eine Etikette, die man einhalten muss", betont Klüting. Neben der gegenseitigen Rücksichtnahme und dem Einhalten der Spielgeschwindigkeit gehört auch die angemessene Kleidung dazu. "Jeans sind nicht gerne gesehen, und das Oberteil sollte einen Kragen haben", sagt Klüting. Ich gucke an mir herunter: Ups - ich trage Jeans und einen Pulli ohne Kragen. "Ist nicht schlimm", sagt Klüting schmunzelnd, "heute ist das schon in Ordnung". Noch mal Glück gehabt.

Dann geht es aber auch schon los in Richtung Green. Das ist der kurz geschorene Rasen rund um das Loch (s. Info-Kasten). Dort wird geputtet, also mit hoher Konzentration der Golfball im Loch versenkt. Möglichst direkt. "Zum Einlochen gehört nur eines: Übung, Übung, Übung", betont Klüting und macht es direkt vor. Kurz Maß genommen, ein Augenblick der Konzentration, klack, eingelocht. Ich versuche es auch, brauche dann aber doch eine ganze Menge Versuche, bis ich auch einmal einen der weißen Bälle versenke. 90 Prozent macht die richtige Geschwindigkeit des Balles aus, nur zehn Prozent die Richtung, sagt Klüting. "Man übt das viel zu selten, denn das Schlagen macht natürlich viel mehr Spaß", fährt er lachend fort. Da hat er recht, wie ich gleich herausfinden werde.

Denn nun geht es zur sogenannten Driving Range - einer weiten Fläche mit vielen kleinen Abschlagspunkten. Dort erwartet mich Graham Thomas, PGA-Profi und Vorstand der Betreibergesellschaft des Golfplatzes. "Das Wichtigste ist die richtige Haltung", sagt er mit angenehmem britischen Akzent. Und die ist in der Tat gewöhnungsbedürftig: Füße in Schulterbreite aufstellen, den Oberkörper leicht nach vorne beugen, etwas in die Knie gehen, dann den Golfschläger nach hinten ziehen und mit viel Schwung nach vorne sausen lassen - und bestenfalls den Ball treffen. Auch das eine Tatort-Binsenweisheit: "Wenn man den Ball richtig trifft und alles stimmt, dann gibt es diesen besonderen Klang, der besser ist, als alles, was ich kenne", heißt es im Film. In der Tat: Einmal treffe ich den Ball so gut, dass er bestimmt 100 Meter weit fliegt. Das Geräusch verschafft mir tatsächlich eine leichte Gänsehaut: "Jetzt hören wir auf, weil das wunderbar so war", sagt Thomas schmunzelnd.

Ich gehe zu Loch zwölf, um das gerade Erlernte schließlich einmal anzuwenden. "Das ist ein Par-3-Loch, Profis müssen das in drei Schlägen schaffen, Amateure können sechs Schläge brauchen", erklärt Klüting. Ich benötige zwölf. Punkte hätte es keine gegeben - fürs erste Mal war's trotzdem gar nicht so schlecht. . .

Quelle: RP
 
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