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Serie Ehemalige Erinnern Sich An Ihre Heimatstadt
Das Wiebachtal als "grüne Kinderstube" erlebt

Serie Ehemalige Erinnern Sich An Ihre Heimatstadt: Das Wiebachtal als "grüne Kinderstube" erlebt
Im Wiebachtal hat Jutta Velte am liebsten Indianer gespielt. Die Naturschätze ihrer Heimat will sie nicht nur privat genießen, sondern auch in ihrer Position als Landtagsabgeordnete fördern. FOTO: nico hertgen (archiv)
Radevormwald. Zum Stadtjubiläum stellen wir Rader Persönlichkeiten vor, die sich gerne an ihre Heimatstadt erinnern. Heute berichtet die Landtagsabgeordnete Jutta Velte (Bündnis 90/Die Grüne) über ihren heutigen Kontakt nach Rade und ihre märchenhaften Kindheitserinnerungen an die Lindenbaumschule. Von Flora Treiber

Den starken Zusammenhalt in der Gesellschaft und das ehrenamtliche Engagement sieht Jutta Velte als die größten Stärken ihrer Heimatstadt Radevormwald. "Darauf muss die Stadt aufbauen und diese Stärken nutzen. Dann wird sich Radevormwald auch weiterhin positiv entwickeln", sagt die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen.

Sie ist in Radevormwald aufgewachsen und immer in Kontakt mit ihrer Heimat geblieben. Ihre jetzige Heimat Remscheid ist schließlich nur einen Katzensprung entfernt. Ihre frühesten Kindheitserinnerungen drehen sich um ihre Zeit an der Lindenbaumschule. "Die war damals noch rot und der Unterricht sehr streng." Obwohl sie ein schüchternes Kind war, hat sie die Märchenstunden in der vierten Klasse genossen. "Märchen habe ich immer geliebt und deswegen auch gerne Märchen vor meiner Klasse erzählt", sagt die Politikerin.

Ihre Freizeit hat sie mit ihrer Familie und ihren Schulfreunden in der Natur verbracht. Das Wiebachtal, ihre "grüne Kinderstube", hat eine ganz besondere Bedeutung für sie. "Das war mein Lieblingsort, dort habe ich Indianer gespielt. Das Wiebachtal liegt mir immer noch am Herzen. Ein wichtiger Teil von Radevormwald, der beschützt werden sollte." Die Naturschätze ihrer Heimat will sie nicht nur privat genießen, sondern auch in ihrer Position als Landtagsabgeordnete fördern. "Rade hat wirklich viele schöne Ecken auf überschaubarem Raum. Das Uelfebad und die Trasse gehören dazu."

Für das Stadtjubiläum wünscht Jutta Velte der Stadt, dass sie durch noch besseres Stadtmarketing und eine vermehrte Stärkung der Einzelhändler mehr Aufmerksamkeit erregen und ihre Stärken nutzen kann. Neben den Einzelhändlern hatte sie als Kind auch eine gute Beziehung zu dem Rest der Bürger. "Man kannte sich eben und hat aufeinander geachtet."

Selbst die Polizeibeamten ließen sie nicht im Stich, als sie mit sieben Jahren ihre gebündelten Sammelbilder verloren hatte. "Wir sind gemeinsam auf die Suche gegangen und haben in der ganzen Stadt nach meinen Sammelbildern gesucht. Das werde ich nie vergessen", erinnert sich Velte. Und genau dieses hilfsbereite Miteinander meint sie, wenn sie von einem guten Zusammenhalt in Radevormwald spricht. Ob das typisch Kleinstadt ist, weiß sie nicht. "Ich habe es jedenfalls in meiner Kindheit so erlebt. Es war behütet, ruhig und freundlich."

In ihrer Heimat hat für Jutta Velte auch ihre Laufbahn als Ehrenamtlerin begonnen. Nach ihrer Konfirmation in der reformierten Kirche unter der Leitung von Pfarrer Motte, leitete sie den Kindergottesdienst. Danach folgten viele weitere ehrenamtliche Aufgaben.

Mit 18 Jahren zog sie aus ihrem Elternhaus aus und wurde in einer eigenen Wohnung in Remscheid häuslich. Ihre eigenen Kinder sind zwar nicht in Rade aufgewachsen, aber geboren. "Zum Rader Krankenhaus habe ich eine starke Bindung", sagt Velte. Für ihren Beruf und Teile ihrer Familie kehrt die Politikerin immer noch regelmäßig in ihre Heimat zurück und freut sich, dass die Stadt ihren Charme nie verloren hat.

"Das ist meine Heimat - und das wird auch immer so bleiben."

Quelle: RP
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