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Radevormwald
Demnächst neues Gas und intelligente Stromzähler

Radevormwald: Demnächst neues Gas und intelligente Stromzähler
FOTO: Hertgen Nico
Radevormwald. Täglich muss bei der Trinkwasserversorgung auf die Qualität geachtet werden. Eine chemische Untersuchung des Wassers wird einmal im Monat vorgenommen.

Übernommen wird das Wasser vom Bergischen Transportverband nach der Aufbereitung in Wermelskirchen-Dürholz im Hochwasserbehälter Wintershaus - dort ist der Gefahrenübergang, ab dort trägt die Stadt das Risiko des sauberen Trinkwassers.

Größtes Problem neben Leckagen im zum Teil alten Leitungsnetz ist ein zu geringer Wasserdurchlauf bei einigen Leitungen. Das Netz ist vor vielen Jahren überdimensioniert gebaut worden. Deshalb müssen die Stadtwerke einige Leitungen, die wenig genutzt werden, regelmäßig spülen. Bei zu geringer Spülung können sich Keime bilden.

"Zu wenig Wasser ist dem Organismus des Leitungssystems nicht zuträglich", sagt Thomas Behler, Geschäftsführer der Stadtwerke Radevormwald (SWR.). Deshalb sei die Überprüfung des Wassernetzes ein dynamischer Prozess. In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Menge des Wasserverbrauchs nach Jahren des Rückgangs stabilisiert. Die Folge ist, dass Leitungen seit Jahren kleiner dimensioniert und auch bei Sanierungen verkleinert werden. "Aus dieser Sicht wäre es für uns gut, wenn die Stadt moderat wachsen würde", sagt der SWR.-Geschäftsführer. Die zu eichenden Wasserzähler müssen nach dem Gesetz alle sechs Jahre erneuert werden.

Sicherheit ist auch beim Geschäftsfeld Strom ein Dauerthema. Zwar ist die Betriebsführung des Netzes an Dienstleister Westnetz von Innogy vergeben worden, die Sicherheitsstandards sind aber auch für die Stadtwerke-Mitarbeiter sehr hoch. "Ein großes Gefahrenpotenzial steckt immer auch im Niederspannungsbereich", sagt der Technische Leiter der Stadtwerke, Christoph Richtarski, "auch wenn wir dies immer wieder neu vermitteln müssen." Wegen immer neuer Vorschriften wächst der Aufwand für die Sicherheit der Stromversorgung kontinuierlich.

"Wir haben ein straffes Melde- und Bereitschaftssystem. Spätestens in 30 Minuten nach der Meldung muss ein Mitarbeiter an der gemeldeten Stelle sein", sagt Richtarski. Bei größeren Störfällen sind deshalb die Stadtwerke Radevormwald immer erster Ansprechpartner.

Für die Verbraucher wird es 2018/2019 sichtbare Veränderungen geben. Dann werden wohl beim turnusmäßigen Austausch von Zählern (notwendig alle 16 Jahre) neue, sogenannte intelligente Stromzähler, montiert. Wahrscheinlich werden in der ersten Zeit Kunden diese Zähler erhalten, die mehr als 10.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. "Diese Zähler werden Pflicht, auch wenn das wohl für die Kunden wieder mit Mehrkosten verbunden ist", sagt Thomas Behler.

(wos)
 
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