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Radevormwald
"Der Charme der Stadt bleibt erhalten"

Radevormwald: "Der Charme der Stadt bleibt erhalten"
Der Umbau der Kreuzung Hohenfuhr-/Telegrafenstraße ist Teil des Integrierten Handlungskonzeptes und kostet etwa 1,5 Millionen Euro. FOTO: Scholl
Radevormwald. Mit großer Mehrheit stimmte der Stadtrat für die Umsetzung des Integrierte Handlungskonzepts Innenstadt II und für das der Wupperorte. Die Angst der Bürger vor dem Verlust einer Identität sei unbegründet, so der Bürgermeister. Von Flora Treiber

Doe Integrierten Handlungskonzept für die Innenstadt II und die Wupperorte wurden am Dienstag mit großer Mehrheit und einstimmig durch den Rat der Stadt beschlossen. Der Beschlussentwurf sieht jeweils die Umsetzung der jeweiligen Konzepte und die damit verbundene, fristgerechte Einreichung der Förderanträge durch die Stadt vor.

Die Gesamtkosten für die Innenstadt liegen bei knapp 4,4 Millionen Euro. Davon muss die Stadt Radevormwald einen Eigenanteil von etwas über zwei Millionen Euro aufbringen. Diese geschätzten Kosten für die nächsten fünf Jahre umfassen Maßnahmen zur Städtebauförderung, unter anderem die ergänzende Möblierung des Stadtkerns, den Kreisverkehr West, ein Parkraumsteuerungskonzept und die Dialogplanverfahren der "Lupenräume" West, Nord und Ost.

Bürgermeister Johannes Man wies während der Sitzung des Stadtrates auf die geplante Zusammenarbeit zwischen Stadt und privaten Immobilien- und Grundstückbesitzern aus Radevormwald hin. "Das Integrierte Handlungskonzept ist eine große Chance für unsere Stadt. Die Zusammenarbeit mit den Bürgern ist komplett freiwillig, das muss ich an dieser Stelle betonen. Ich kann die Ängste und Bedenken, die entstanden sind, nachvollziehen, aber die Stadt wird niemanden zu etwas überreden", sagte Mans.

Der Bürgermeister sprach auch die Sorgen um den Identitätsverlust Radevormwalds an. "Wir reißen die Stadt ja nicht ab und bauen alles neu. Der Charme der Stadt und ihre Identität bleiben bestehen. Das wollen nicht nur die Bürger, sondern auch die Stadt und die Planer."

Das Konzept umfasst außerdem ergänzende Maßnahmen der Stadt, die nicht gefördert werden, zum Beispiel neue Parkplätze im Anschluss an den Kreisverkehr West und den Ausbau des Hohenfuhrplatzes.

Zu Diskussionen führte die Aufführung der Kosten für die Sanierung und Investitionen, die für die Bäder GmbH geleistet werden sollen. Die Gesamtkosten liegen bei 1,5 Millionen Euro zusätzlich zu den Gesamtkosten der Handlungskonzepte, von denen voraussichtlich 60 Prozent gefördert werden. Der Eigenanteil von 600.000 Euro stand im Stadtrat zur Diskussion. Rolf Ebbinghaus (AL) beantragte die Kürzung des Maßnahmenkonzepts um den Punkt "Kosten Bäder GmbH". "Wir haben keine Informationen über die Konzeption des Bades und uns liegt kein Wirtschaftsplan vor", sagte er.

Kämmerer Frank Nipken plädierte dafür, dem Bad eine Möglichkeit auf Förderung einzuräumen. "Der Antragsteller muss die Stadt sein. DasKonzept ist nicht von der Förderung des life-ness abhängig, deswegen sollten wir dem Bad die Chance auf eine Förderung geben. Eine Kurzbeschreibung der geplanten Maßnahmen ist vor Einreichung des Förderantrags natürlich noch nötig", sagte Nipken.

Der Antrag der AL wurde von dem Stadtrat abgelehnt. Der Beschluss über das Handlungskonzept für die Wupperorte umfasst 764.140 Euro an Eigenmittel der Stadt, die Gesamtkosten liegen bei 5,1 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liegt in der sozialen Aufwertung der Quartiere. "Das Hauptziel ist es, die soziale Benachteiligung in den Wupperorten zu beseitigen. Dazu soll unter anderem eine Begegnungsstätte konzipiert werden", sagte Bürgermeister Mans auf die Nachfrage von Arnold Müller. Der sozialdemokrat wollte wissen, in welchem Umfang die Förderung von Wülfing in dem Handlungskonzeopt berücksichtigt sei.

"Wir sollten das Konzept geschlossen auf den Weg bringen und über weitere Einzelschritte beraten", sagte Dietmar Busch (CDU) kurz vor dem Beschluss. Das Handlungskonzept Wupperorte sieht Maßnahmen in den Bereichen Soziale Infrastruktur, Struktur und Wohnen, Mobilität, Öffentlicher Raum und Umwelt und Klima vor. Der Punkt "Teilhabe und Mitwirkung" schließt den Einsatz eines Quartiermanagers ein.

Quelle: RP
 
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