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Radevormwald
Der nächste Schritt zum Neubaugebiet an der Friesenstraße

Radevormwald: Der nächste Schritt zum Neubaugebiet an der Friesenstraße
Noch stehen Tore auf dem Platz, demnächst wird gebaut. Die Nähe zu den Tennisplätzen soll bis auf eine Stelle unschädlich sein. FOTO: wolfgang scholl
Radevormwald. 62 Vormerkungen für 32 Wohneinheiten gibt es für das von der Stadt geplante Neubaugebiet Jahnplatz an der Friesenstraße. Das berichtete Elisabeth Böhmer von der Stadtplanung im Ausschuss für Stadtentwicklung. Zuvor hatte die Mehrheit von CDU, SPD, FDP und Pro Deutschland mehrere Entscheidungen getroffen, um den Bebauungsplan für das Neubaugebiet voranzutreiben.

Der Anregung eines Bürgers, der die Argumente von UWG, Grünen und AL zusammengefasst hatte, wurde nicht gefolgt. Der Bebauungsplan-Entwurf wird jetzt für Behörden und Träger öffentlicher Belange ausgelegt. Ziel der Stadt ist es, dass ab Winter mit dem Bau begonnen werden kann. Keine Mehrheit bekam ein kurz vor der Sitzung eingegangener Antrag der UWG-Fraktion, das Planverfahren zu stoppen, bevor "nicht von der Stadt eine Vollkostenrechnung vorgelegt worden ist". Bernd-Eric Hoffmann (UWG-Fraktionsvorsitzender) forderte für seine Zustimmung einen nachhaltigen Beitrag für den städtischen Haushalt. Er vermutet das "Verschleudern einer städtischen Fläche". Auf die Frage von Petra Ebbinghaus (AL), bei welcher Summe die Schmerzgrenze für ihn liege, wollte Hoffmann, der alle Zahlen der Stadt anzweifelt, keine konkrete Summe nennen.

Elisabeth Böhmer erläuterte dem Ausschuss, dass die Stadt nach der Schätzung von 2016 mit einem Gewinn von 771.000 Euro rechnet, 2015 lag die Schätzung bei 812.000 Euro. Böhmer erläuterte, dass an der Wasserturmstraße und der Loh'schen Weide 26 Prozent der Bewohner von auswärts zugezogen sind. "Wichtig ist aber auch, dass wir die Leute in Rade halten und denen etwas bieten, die in der Stadt etwas suchen. Das gilt besonders für Familien", sagte Julia Gottlieb, Leiterin der Bauverwaltung.

Angesprochen wurde von der UWG erneut auch die Stellplatzsituation. Hier sprach Hoffmann von 14 Plätzen. Das sei zu wenig. Böhmer erklärte, dass die Zahl 14 die Zahl der öffentlichen Stellplätze sei. Dazu kämen bei 1,5 Stellplätzen pro Wohneinheit weitere 48 private. Angezweifelt wurde auch, dass auf der Fläche wegen der Bodenbeschaffenheit Tiefgaragenstellplätze entstehen könnten. Nach den bisherigen Planungen soll eine Tiefgarage mit Ausfahrt zur abschüssigen Friesenstraße entstehen. Auch an dieser Stelle erklärte die Verwaltung, dass am Sportplatz eine für das Bergische Land typische Bodenklasse vorherrsche. Der Verkaufspreis für die Grundstücke richte sich nach deren Beschaffenheit und Lage auf der großen Fläche.

Zum Lärmschutz sagte die Verwaltung, dass wohl an einer Stelle im Giebel eines Hauses die zulässige Lärmhöchstgrenze überschritten werden könnte. Zu den TSV-Tennisplätzen hin soll zum Schutz der künftigen Bewohner für etwa 300.000 Euro eine fünf Meter hohe Lärmschutzwand gebaut werden.

(wos)
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