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Radevormwald
Der Nutzen der Fliegen in einer Ausstellung

Radevormwald. Die international bekannte Ausstellung "bzzzzz. . .viel Fliegen" ist bis 24. Juli im Kreismuseum Schloss Homburg zu sehen. Die Besucher werden ins Geschehen eingebunden und erfahren viel über die Insekten. Von Stephan Büllesbach

Mit seiner bislang größten Ausstellung im Schloss Homburg in Nümbrecht ist dem Team um die Leiterin des Kreismuseums, Dr. Gudrun Sievers-Flägel, ein kultureller Coup gelungen: Die außergewöhnliche und international renommierte Sonderausstellung ist bis 24. Juli zu sehen. Das Museum und Forum Schloss Homburg präsentiert in der Neuen Orangerie und im White Cube die Sonderschau unter dem lautmalerischen Titel "bzzzzz. . .viel Fliegen" - erweitert um interessante Ausstellungsstücke artverwandter Themen.

"Zusätzlich hat das Museumsteam ein vielfältiges Rahmenprogramm organisiert, so dass die Ausstellung immer wieder neue Akzente setzt", berichtet Iris Trespe, Sprecherin des Oberbergischen Kreises. Neben dem naturkundlichen Schwerpunkt vermittele die Sonderausstellung auch, dass eine gewisse Faszination von den lästigen und dabei so nützlichen Insekten ausgeht. Dies gelinge, indem die Museumsgäste aktiv einbezogen werden.

Ein erster Höhepunkt erwartet "mutige" Besucher bereits in einem kleinen Holzhaus auf dem oberen Schlosshof. Während der Ausstellungsdauer werden darin zahlreiche Fliegenmaden Tierkadaver zersetzen. Gudrun Sievers-Flägel ist optimistisch, dass es auch bei dieser "gewagten Aktion" erfahrungsgemäß keine ethischen oder moralischen Bedenken gibt. "Die Resonanz an früheren Standorten dieser Ausstellung hat gezeigt, dass sie insbesondere bei Familien und jungen Leuten gut ankommt", sagt sie. In der Ausstellung können Besucher die Tiere mit dem Mikroskop erforschen und sich von lebenden Fliegen umschwärmen lassen.

Zugleich können sie darüber informieren, welche Gefahren von den Tieren als Krankheitsüberträger ausgehen und welch ungeahnte Dienste die Insekten als "Putzkommando" für die Umwelt leisten. Dass Fliegen auch als Trüffelsucher und in der Forensik hervorragende Dienste leisten, vermittelt ein Ausstellungsbereich in der neuen Orangerie.

Während dort vor allem die Kulturgeschichte der Fliege zu sehen ist, steht der White Cube ganz im Fokus der Wissenschaften. Natur- und Makrofotografien beleuchten den speziellen Körperbau von Fliegen. Ergänzt wird die Ausstellung durch begleitende Themen wie die Kunst des Fliegenfischens, Fliegenklatschen und Insektenbekämpfungsmittel, Herren- Querbinder sowie literarische, künstlerische und filmische Darstellungen.

Quelle: RP
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