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Radevormwald
Der Retternachwuchs übt schon mal

Radevormwald: Der Retternachwuchs übt schon mal
Gerade die kleinsten Besucher staunten am Samstag nicht schlecht, als zum Blaulichttag Rettungswagen und Hochwasserboote in der Innenstadt auftauchten. Patrizia (4) nahm gleich das Boot der Wasserrettung in Beschlag. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Freiwillige Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft informieren über die Aufgaben, stellen die Abteilungen vor und bringen den Bürgern die Bedeutung der drei Blaulicht-Organisationen nah. Von Flora Treiber

Ein Großaufgebot mitten in der Innenstadt mit Rettungswagen, Hochwasserbooten und Sirenen: Einen Unfall oder ein Feuer gab es zwar nicht, aber dafür viele Informationen über die Rettungsdienste aus Radevormwald. Der Blaulichttag der Freiwilligen Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) informierte über die Aufgaben der Organisationen, stellte die verschiedenen Abteilungen vor und brachte der Bevölkerung die Bedeutung der drei Blaulicht-Organisationen nah.

"Natürlich geht es auch um Mitgliederwerbung. Wir wollen auf uns aufmerksam machen, Nachwuchs für uns gewinnen, aber auch ehrenamtliche Quereinsteiger akquirieren", sagte Wilfried Fischer, Wehrführer der Feuerwehr. Gemeinsam mit den Vorsitzenden des DRK und der DLRG hatte er den Blaulichttag geplant und dabei auch die Mitglieder einbezogen: Am Samstag präsentierte sich jeder Löschzug mit einer eigenen Aktion, die Jugend der DLRG erklärte die Ausrüstungsgegenstände zur Rettung auf dem Wasser, und die Ehrenamtler des DRK kümmerten sich um Erste-Hilfe-Kurse für Einsteiger. Auf dem Schlossmacherplatz gab es neben vielen Informationen auch die Möglichkeit, Einsatzwagen der Feuerwehr und das Hochwasserboot der DLRG zu besichtigen. "Das Interesse ist groß. Die Leute finden es spannend, die Ausrüstung mal von nah zu betrachten", sagte Jasmin Karl. Die 16-Jährige betreute das Hochwasserboot mit ihren Freunden Jessica Fehringer und Fabian Döring. Alle drei helfen schon lange bei der DLRG mit, betreuen die Badesaison an der Bever-Talsperre und verbringen viel Zeit in der Jugendabteilung. "Sich ehrenamtlich zu beteiligen macht Spaß und ist neben der Schule eine schöne Abwechslung. Ich kann das nur weiterempfehlen", sagte Jessica Fehringer.

Die Resonanz war in den ersten Stunden parallel zum Wochenmarkt gut. Danach nahm die Besucherzahl erheblich ab. "Wir konnten leider noch keine Mitglieder gewinnen. Die Besucher zeigen zwar Interesse, aber wollen sich nicht konkret binden. Ich hatte mir mehr erhofft", sagte Theo Aldermann von der Löschgruppe Herbeck. Er und seine Kameraden hatten auf dem Marktplatz mehrere Mitmachaktionen aufgebaut, die den Alltag der Feuerwehrmänner repräsentierten. Den Treppenturm nahmen die Besucher gut an. Auf der anderen Seite des Marktplatzes erklärte das DRK Erste-Hilfe-Übungen, und die DLRG stellte ein weiteres Rettungsboot sowie eine Strömungsretterausrüstung vor. "Besonders Kinder finden das spannend und stellen viele Fragen. Heute Morgen war viel los, der Nachmittag könnte lang werden", sagte Jonas Starke vom Katastrophenschutz. Viel Aufmerksamkeit erregte der überdimensionale Rauchmelder. "Wir nutzen den Tag, um Aufklärung über Brandvorsorge zu betreiben", sagte Fischer.

Stephanie Heyer war mit ihrem kleinen Sohn gekommen, um sich zu informieren und die großen Einsatzfahrzeuge zu entdecken. "Dazu kommt man normalerweise ja nicht. Die Aktion gefällt uns", sagte die Mutter. Sie interessierte sich besonders für die Kinderfeuerwehr, für die Rade bekannt ist. Spektakulär waren die Übungen der Feuerwehr. Nach der Gefahrengutübung am Vormittag folgte eine Technische Rettung bei einem simulierten Verkehrsunfall - und kurz vor Ende sollte die Bekämpfung eines Wohnungsbrandes samt Menschenrettung auf dem Markt geübt werden.

Die Versorgungsmeile auf der Kaiserstraße mit Erbsensuppe, Bratwurst, Waffeln, Kaffee und Getränken hatten die drei Rettungsdienste gemeinsam organisiert.

Quelle: RP
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