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Radevormwald
Details zu Neubaugebiet im Februar

Radevormwald: Details zu Neubaugebiet im Februar
Im Neubaugebiet Jahnplatz ist jetzt auch (rechte Seite) mit den Tiefbauarbeiten für Mehrfamilienhäuser begonnen worden. FOTO: Scholl
Radevormwald. In Karthausen in Herbeck soll ein großes Neubaugebiet entstehen. Die Verwaltung hat zugesagt, im Februar dem Ausschuss für Stadtentwicklung einen Rahmenplan-Entwurf für das Gebiet mit 200 Grundstücken vorzustellen. Von Wolfgang Scholl

Die Verwaltung beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der Entwicklung des Neubaugebiets Karthausen. Wie berichtet, hat die Stadt mit den Grundstückseigentümern inzwischen Einigung über einen Kaufpreis erzielt. Die ersten Informationen sind, dass vielleicht im zweiten Halbjahr 2019 mit den ersten Neubauten begonnen werden kann. Der Verkauf aller Grundstücke soll in einem Zeitfenster von acht bis zehn Jahren erfolgen.

Jetzt sind weitere Details in mehreren Ausschuss-Sitzungen mitgeteilt worden. So soll ein Rahmenplan entstehen, der für alle Grundstücke Gültigkeit hat. Bis Februar möchte die Verwaltung soweit sein, dass die konkrete Ausarbeitung des Rahmenplans von den Kommunalpolitikern in Auftrag gegeben werden kann. Dieser Plan soll im Spätsommer 2018 verabschiedet werden. Anhand des Rahmenplanes soll das Bebauungsplanverfahren für den ersten Teil in Angriff genommen werden. Wenn dieser (2019) verabschiedet ist, sollen die ersten Grundstücke verkauft werden.

In den Rahmenplan sollen die wichtigsten Baubedingungen festgeschrieben werden. Erste Äußerungen der Politiker zu dieser Neuplanung auf den Feldern von Herbeck gehen dahin, dass zum Beispiel über eine einheitliche Energieversorgung nach ökologischen Gesichtspunkten nachgedacht werden soll. Bernd-Eric Hoffmann (UWG) fordert, dass zusätzlich eine Regelung getroffen wird, das Neubaugebiet so mit Glasfaserkabeln zu versorgen, dass schnelles Internet auch für die Zukunft gesichert bleibt. Hoffmann fordert, dieses bereits in den Rahmenplan aufzunehmen.

In die Stadtratssitzung am kommenden Dienstag, 12. Dezember, verschoben worden ist der Vorschlag der Verwaltung, für die Entwicklung eines Konzeptes zur einheitlichen Wärmeversorgung in dem Neubaugebiet einen Antrag auf Förderung zu stellen. Ziel soll es sein zu untersuchen, ob eine Versorgung zum Beispiel mit einem Blockheizkraftwerk für dieses Gebiet eine Alternative sein kann. In den anderen Neubaugebieten wie am Jahnplatz haben die Grundstückseigentümer ihre Wärmeversorgung individuell geregelt.

Die Verwaltung möchte die Stadtwerke (SWR.) Radevormwald unterstützen, in dem sie einen Antrag auf Förderung in Höhe von 120.000 Euro stellt. Das Geld wird dann, berichtete der Beigeordnete Frank Nipken, unmittelbar an die SWR. weitergeleitet. Die Stadtwerke können den Antrag auf Förderung nicht stellen. Die Richtlinien sehen aber vor, dass eine Kommune das für einen "Eigenbetrieb", in dem sie die Mehrheit hat, stellvertretend kann.

Die Politiker sahen sich in der Sitzung des Hauptausschusses noch nicht in der Lage, dem Vorschlag der Verwaltung zuzustimmen, weil zu wenige Informationen vorlägen. Burkhard Klein, Leiter der Bauverwaltung, hatte zuvor erläutert, dass in die Untersuchungen auch das Umfeld des Neubaugebietes an der Bundesstraße 229 einbezogen werden soll, weil dort in den kommenden Jahren energetisch Veränderungen nötig sein könnten. Der Vorschlag geht deshalb dahin, dass die Stadtwerke den gesamten Bereich untersuchen lassen. Die Untersuchung, sagte Klein, diene dazu, den nächsten Schritt zum Rahmenplan gehen zu können.

Quelle: RP
 
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