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Radevormwald
Die Große Dhünn-Talsperre erkunden

Radevormwald: Die Große Dhünn-Talsperre erkunden
Viel los war beim letzten Aktionstag "unverDhünnt" auf dem Damm der Großen Dhünn-Talsperre. Auf ebenso zahlreiches Interesse der Bürger wird auch in diesem Jahr gehofft. FOTO: Nico Hertgen
Radevormwald. Zum vierten Mal wird "unverDhünnt" veranstaltet. Viele Aktionen versprechen Unterhaltung. Es werden aber auch Bereiche geöffnet, die sonst nicht zugänglich sind. Von Stephan Singer

Die ansonsten aus Naturschutzgründen eher hermetisch abgeriegelte Große Dhünn-Talsperre in Lindscheid können Besucher am 18. September wieder genauer erkunden. An diesem Sonntag erlebt die Veranstaltung "unverDhünnt" nach 2007, 2010 und 2013 ihre vierte Auflage. Neben dem Wupperverband sowie dem Rheinisch-Bergischen Kreis gehört erstmals der Verein "aqualon" zu den Veranstaltern. Bereits jetzt stehen knapp 40 Partner fest, die im September bei "unverDhünnt" informieren und sich präsentieren werden. "Wir legen besonderen Wert darauf, dass alle nicht nur einfach eine Präsentationstafel aufstellen, sondern durch Mitmach-Aktionen die Informationen erlebbar machen", betonten die Veranstalter gestern an der Großen Dhünn-Talsperre in Lindscheid.

2013 kamen mehr als 8000 Besucher zum zweitgrößtes Trinkwasserreservoir Deutschlands. "Das freut uns sehr. Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, was für einen Schatz wir hier haben", unterstrich Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbands, das Ansinnen der Veranstalter. Wulf ist sich sicher, dass es einen "Nachholbedarf bei der Vermittlung von der Bedeutung von Wasserwirtschaft für die Gesellschaft und die Region" gibt. Deshalb benötige auch "aqualon" - der Verein entstand 2012 aus eine Initiative im Rahmen der "Regionale 2010" - nicht nur eine virtuelle Präsenz, sondern einen außerschulischen Lernort als "Gesicht". Bei "unverDhünnt" erwarten die Besucher Informationen, Aktionen, Radtouren, ein Bühnenprogramm, Gastronomie mit bewusst ausgewählten bergischen Angeboten sowie geführte Wanderungen, die sogar in die Wasserschutzzone I führen, wo ansonsten der Zutritt verboten ist. Mit dabei sind unter anderem die Biostation mit dem "Wald-Wasser-Wiese-Mobil", die Waldschule und der Hegering, die Naturarena "Das Bergische", Natur- und Umweltverbände, das Info-Mobil des Hochwasser-Kompetenzzentrums mit Ratschlägen zum Hochwasserschutz für Eigenheimbesitzer oder auch das Verkehrsunternehmen "Wupsi" mit einem Wasserstoffbus. "Wupsi" und RVK sorgen am 18. September obendrein für Pendelbusse, die von den Sammelparkplätzen in Odenthal und Wermelskirchen den gesamten Tag nach Lindscheid verkehren. So bietet die Veranstaltung eine Kombination aus Wissensvermittlung, Erfahrung und Unterhaltung im Zeichen von Natur- und Trinkwasserschutz.

"Wir haben alles auf einen Tag konzentriert. Der Blick hinter die Kulissen ist das Interessante", erläuterte Rhein-Bergs Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke. "Es soll auch vermittelt werden, warum das so ist, dass dieser Bereich ansonsten eher unzugänglich ist. Und, dass eine touristische Infrastruktur rund um die Talsperre entstanden ist, die Rücksicht auf die Sperre nimmt."

Quelle: RP
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