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Radevormwald
Die Marke "Bismarck" bleibt erhalten

Radevormwald: Die Marke "Bismarck" bleibt erhalten
Dieter Ickler (v.l.), Hartmut Behrensmeier, Klaus Giesen (Contec) und Frank Nipken werben für die Ausfahrt am 31. Juli. BM-Foto: wos FOTO: wos
Radevormwald. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) unterstützt die IG Bismarck, für die am Donnerstag die Vereinsgründung ansteht, bei den Aktivitäten - auch mit Blick auf Wülfing. Für den 31. Juli ist eine Oldtimer-Fahrt und E-Bike-Tour geplant. Von Wolfgang Scholl

Dieter Ickler hat eine große Sammlung an Bismarck-Zweirädern - mit und ohne Motor. Lothar Kasper leitet seit einiger Zeit die IG Bismarck und vertritt sie zum Beispiel auf Messen wie der Techno Classica in Essen. Hartmut Behrensmeier transportiert die Informationen über die alten Bismarck-Werke unter anderem mit der Ausstellung in der Schlossmacher Galerie nach außen und arbeitet in den Ausstellungsräumen mit. Frank Nipken, Geschäftsführer der WFG, möchte die Informationen über die Industriegeschichte des Bergerhofer Unternehmens ebenso erhalten und in das städtische Gebäude von Wülfing integrieren.

"Bismarck gehört zum Leben in der Stadt Radevormwald, und das wollen wir in Zukunft auch abbilden", sagt Nipken. Das frühere Unternehmen passe gut in das Integrierte Handlungskonzept für die Textilstadt. Bis zu 800 Rader seien schließlich früher in beiden Werken beschäftigt gewesen, unter anderem auf dem Gelände, auf dem heute an der Kaiserstraße ein Edeka-Lebensmittelmarkt steht.

Nipken und Behrensmeier wollen in den kommenden Wochen ehemalige Mitarbeiter von Bismarck besuchen und mit ihnen als Zeitzeugen Tonaufnahmen anfertigen und sie zu ihrer Arbeit befragen. Hartmut Behrensmeier hatte erste Interviews schon zum Stadtfest geführt. "Es geht darum, schon vor Aufstellen eines Museumskonzeptes Material zu sammeln", sagt der WFG-Geschäftsführer und ergänzt, "in einigen Jahren können die Quellen versiegt sein." Hartmut Behrensmeier berichtet von zahlreichen Exponaten der Bismarck-Werke, die in den vergangenen Wochen seit dem Stadtfest für die Sammlung abgegeben oder angekündigt worden sind. So gibt es die Möglichkeit, in Löhne bei einem Fahrradgeschäft, das geschlossen wird, 60 Teile von Bismarck zu erwerben.

In nächster Zeit gehe es darum, die baulichen Konzepte (integriertes Handlungskonzept für Wülfing) und einen Plan für eine attraktive Ausstellung zu entwerfen. Wülfing und Bismarck als zwei ehemalige Radevormwalder Unternehmen von Weltruf würden sich sehr gut ergänzen.

Um die Arbeit forcieren zu können, will die IG morgen Abend einen Verein gründen. Um 19 Uhr treffen sich Bismarck-Freunde in den Räumen der IG in der Schlossmacher Galerie. Klaus Giesen von Contec hat der IG dort so lange Räume zur Verfügung gestellt, wie sie nicht vermietet werden. Zwischen 20 und 60 Besucher kommen im Schnitt zu den Ausstellungstagen wie am kommenden Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Zum zweiten Mal organisiert die IG in Kooperation mit der WFG eine große Ausfahrt. Am Sonntag. 31. Juli, geht es wieder auf eine 33 Kilometer lange Strecke mit Start und Ziel an der Poststraße. 60 bis 70 Prozent der Strecke führen über Radwege, sagt Hartmut Behrensmeier. Bei gutem Wetter sind zahlreiche Bismarck-Zweirad-Oldtimer, aber auch die anderer Marken unterwegs nach Schwenke, Wipperfürth, Hückeswagen und zurück zur Schlossmacher Galerie. An diesem Tag sind auch E-Biker eingeladen, sich geführt auf die 33 Kilometer-Tour zu begeben. E-Biker sollen die größte Gruppe der Mitfahrenden stellen. "Ich möchte wieder alle, die gerne mit ihrem E-Bike ind er Region unterwegs sind, einladen, sich an dieser kostenfreien Ausfahrt zu beteiligen", sagt Behrensmeier.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Streckenabsicherung übernimmt der ADAC. In Wipperfürth und Hückeswagen gibt es Zwischenstopps. Michael Langenau begleitet die Mopeds mit dem Motorrad, die E-Biker begleitet Jürgen Schreiber, der auch Ersatzteile dabei hat. Anmeldung ist ab 10.30 Uhr möglich, der Start ist um 11.30 Uhr. Am Ziel erhält wie im vergangenen Jahr jeder Teilnehmer eine Medaille.

Quelle: RP
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