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Radevormwald
Die neue Stelle der Agentur für Arbeit verschwiegen

Radevormwald. Geständig und reumütig gab sich ein 33-jähriger Radevormwalder vor Gericht. Vor einem Jahr soll er der Wipperfürther Geschäftsstelle der Arbeitsagentur seine neue Arbeitsstelle nicht mitgeteilt und dadurch einen Betrug begangen haben. Dabei ist ein Schaden von 370 Euro entstanden. Vor dem Richter am Amtsgericht in Wipperfürth leugnete der Angeklagte diesen Vorwurf nicht. "Bei mir ist zu der Zeit alles untergegangen. Ich bin selbstverständlich bereit, alles zu begleichen", sagte er aus. Er sei zu der Zeit für die Firma auf Montage in Lübeck gewesen und hätte den neuen Job daher zu spät der Agentur mitgeteilt.

Das Versäumnis war jedoch nicht durch die Eigeninitiative des Arbeitslosengeldempfängers ans Licht gekommen. "Erst beim Abgleich mit der Rentenversicherung ist das aufgefallen", betonte der Richter. Mahnend fügte er hinzu: "Wenn man einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellt, dann wird man belehrt, dass man sich melden muss, wenn sich was ändert." Dieser Pflicht sei der Radevormwalder nicht nachgekommen. "Es ist hier meine Aufgabe, die Sozialkasse vor ungerechtfertigter Inanspruchnahme zu schützen", sagte der Richter. Das Gericht verurteilte den 33-Jährigen zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 40 Euro.

In seinem letzten Wort, das jedem Angeklagtem vor der Urteilsverkündung zusteht, entschuldigte sich der Verurteilte: "Es tut mir leid, dass wir wegen meiner Dummheit jetzt alle hier sitzen", sagte er mit gesenktem Kopf. Zu der Geldstrafe muss der Radevormwalder auch noch die Rückforderungen der Arbeitsagentur begleichen.

(heka)
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