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Radevormwald
Donnernder Applaus für die Musical-Revue der Harmonika-Band

Radevormwald. Volles Haus meldete die Harmonika-Band bei der ersten von zwei Aufführungen des Jahreskonzerts am Samstagnachmittag. Als das Saallicht gelöscht wurde und die Musiker ihre Plätze vor der Bühne einnahmen, war die Spannung greifbar. Denn Großes hatte sich angekündigt. Dass die Musiker vor und nicht auf der Bühne saßen, ließ einen besonderen Konzertnachmittag erahnen. Das Publikum wurde nicht enttäuscht. Denn für die 700-Jahr-Feier der Stadt hatten sich die Musiker um Manuela Leven Besonderes einfallen lassen. Eine große "Musical-Revue" mit Melodien aus den größten Musicals vergangener Jahrzehnte - mit tollen Gesangseinlagen und einfallsreichen Bühnenbildern.

Und so ging es gleich mit einem kleinen Medley los, die eine oder andere Musicalnummer wurde kurz angespielt und sorgte für Momente des Erkennens, die sich in Vorfreude umwandelte, wenn man den Blick auf das Programmblatt wandern ließ und erkannte, dass das Stück gleich in voller Länge gespielt wird. Zusammengehalten hat das Konzert die launige Moderation des Duos Antje "Nicht-aus-Holland" Schmidt und Stefan "Ich-will-nach-Rade-mit-dem-Zug-fahren" Jonas, die die Umbauzeiten überbrücken halfen und die jeweiligen Stücke kurz anmoderierten.

Die Bandbreite war enorm. Von klassischem Musical-Stoff wie "My Fair Lady", "West Side Story" (beide mit einem Medley der schönsten Melodien vertreten), "Evita" (der Klassiker "Don't Cry For Me, Argentina", von Maike Huppertz großartig gesungen) oder "Grease" (Sophie Schwerter und Chris Geiß als Olivia Newton John und John Travolta in "Summer Nights") bis hin zu modernen Werken wie "Mamma Mia", "Aladdin", "Tarzan" oder "König der Löwen" wurde alles geboten. Und das mit einer enorm hohen Qualität. Kein Wunder, waren doch einige der Solo-Sängerinnen und Solo-Sänger Musikstudenten der Bergischen Universität Wuppertal.

Wenn etwa Maike Huppertz in die Rolle der Whoopi Goldberg schlüpfte und als Nonne Deloris bei "I Will Follow Him" aus dem Musical "Sister Act" den Groove ins Kloster brachte, konnte man sich einer Gänsehaut kaum erwehren. Oder wenn Chris Geiß und Sandra Moreno bei "Sei hier Gast" aus "Die Schöne und das Biest" als Milchkännchen und Kerzenleuchter den Gastgeber gaben, war das große Klasse. Ebenfalls ein Hingucker: Die fantasievoll gestalteten Bühnenbilder, die den Musicals entlehnt waren und den idealen Rahmen für die künstlerische Darbietung lieferten. Bühnenbilder und Kostüme waren von den Orchestermitgliedern größtenteils selbst entworfen und gestaltet worden.

Dazu kam die Musik der Harmonika-Band, die nicht nur aus den Tasteninstrumenten besteht, sondern auch von E-Bass, Percussion und Schlagzeug unterstützt und dadurch zu einem Groove-Giganten wurde, der die Musical-Melodien enorm lebendig und voller Verve ins Bürgerhaus trieb. Das machte Spaß, das machte Laune - und das wurde völlig zu Recht vom gut aufgelegten Publikum mit donnerndem Applaus und Jubelrufen belohnt.

(wow)
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