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Radevormwald
DRK erhält weniger Blutspenden als 2015

Radevormwald: DRK erhält weniger Blutspenden als 2015
Eva Bundemann vom DRK-Blutspendedienst in Breitscheid ließ am vergangenen Donnerstag in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule an der Hermannstraße auch Thomas Gürtner zur Ader. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Zum Termin des DRK Rade an der Hermannstraße kamen nur 138 Blutspender. Einen weiteren Termin gibt es im DRK-Haus an der Carl-Diem-Straße am kommenden Donnerstag, 28. Juli, ab 15 Uhr. Krankenhäuser benötigen Blutspenden. Von Flora Treiber

Zum Haupttermin der Blutspende des DRK Radevormwald kamen am Donnerstag nur 138 Blutspender und fünf Neuspender. "So ein Tief hatten wir noch nie", sagte Elfi Helmich, stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins und Leiterin des Blutspendeteams.

Worauf diese niedrige Zahl zurückzuführen ist, kann sie nur vermuten. "Es war einfach zu heiß. Auch die Stadt war gestern wie leer gefegt", sagte sie gestern Morgen, als sie die ernüchternde Bilanz vom Vorabend mitteilte. Der DRK-Blutspendedienst aus Ratingen-Breitscheid war ursprünglich von mehr als 200 Blutspendern ausgegangen.

Eva Bundemann, Teamleiterin der hauptamtlichen Helfer, hatte dagegen mit einer schlechten Resonanz gerechnet. "Die Hitze schreckt ab. Die Anzahl von Blutspenden sinkt immer in den Sommerferien", sagte sie. Unter dem Umzug der Blutspende von der Aula der Grundschule Stadt an der Carl-Diem-Straße zur Hauptschule an der Hermannstraße hat das Team allerdings nicht gelitten. "Wir wurden früh genug informiert und konnten uns vorbereiten. Die Küche ist hier außerdem viel besser", sagte Helmich.

Sie kümmerte sich am Donnerstag mit ihren Helferinnen um die Anmeldungen und die Versorgung der Spender. Brote, Salate, süße Speisen und Getränke stärkten die Blutspender. Für Manfred Jacobi war es die 136. Blutspende. Er geht seit dem großen Zugunglück in Radevormwald 1971 regelmäßig zu den Spendeterminen des DRK. "Damals gab es viel zu wenig Blut. Das hat mich wachgerüttelt und mich zum Spender gemacht", sagte der 79-Jährige.

Für Thomas Dohmen ist Blutspende schon lange selbstverständlich. "Ich habe schon viele Verwandte und Freunde mitgenommen und sie aufgeklärt", sagte der Radevormwalder. Besonders in der Sommerzeit, wenn viele in Urlaub sind, sind die Krankenhäuser auf Blutspenden für Bluttransfusionen angewiesen.

Körperliche Nachteile oder Beschwerden hatten die beiden nach der Blutspende noch nie. "Es tut nicht weh und macht dem Körper nichts aus. Wir können helfen", sagte Jacobi. Christel Fast gehört ebenfalls zu den regelmäßigen Spendern und bedauert die geringe Nachfrage von jungen Menschen. "Wenn man sich hier mal umguckt, sieht man fast nur Rentner. Das ist schade. Neuspender kommen oft nur einmal und dann nie wieder."

Die Statistik von Elfi Helmich zeigt die Entwicklung der Blutspenden in Radevormwald eindeutig. Sie hat alle Zahlen aus den vergangenen Jahren festgehalten. Während es 2013 noch insgesamt 1282 Blutspenden in Rade gab, ging die Zahl 2014 auf 1134 und im Vorjahr auf 1070 zurück. 2016 hat Helmich bisher knapp 500 Spenden verzeichnet. "Im Vergleich zu anderen Städten im Oberbergischen Kreis hat Radevormwald aber immer noch sehr treue Spender, die helfen wollen und gerne zu unseren Terminen kommen. Die Atmosphäre ist hier immer familiär und schön", sagt Helmich. Wer den Haupttermin in dieser Woche verpasst hat, kann nächsten Donnerstag, 28. Juli, ab 15 Uhr (bis 20 Uhr) zur Blutspende ins DRK-Haus an der Carl-Diem-Straße 7 kommen. Elfi Helmich hofft darauf, dass an dem zweiten Termin in diesem Monat mehr Spender kommen. Pro Jahr organisiert ihr Ortsverein bis zu sieben Termine.

Quelle: RP
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