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Radevormwald
Drogenübergabe im Rader Rathaus landet vor Gericht

Radevormwald. Glück hatte ein 21-jähriger Auszubildender aus Radevormwald, weil er in einem Strafprozess vor dem Amtsgericht Wipperfürth auf einen gnädig gestimmten Staatsanwalt und Richter traf: Beide und der Verteidiger des jungen Mannes einigten sich auf eine Einstellung des Strafverfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 400 Euro.

Damit ist der 21-Jährige zwar einen Monatsverdienst los und muss überdies auch die Kosten für seinen Verteidiger zahlen, er gilt aber in Zukunft weiterhin als nicht vorbestraft.

Die Vertretung der Staatsanwaltschaft warf dem Mann in der Anklage einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz vor. Demnach hatte sich der zur Tatzeit erst 19-Jährige im Februar 2015 als Drogenlieferant betätigt und Marihuana an einen nun als Zeugen geladenen älteren Mann verkauft. Die Übergabe der Drogen fand ausgerechnet im Radevormwalder Rathaus an der Hohenfuhrstraße statt.

Der Zeuge musste schließlich vor Gericht nicht mehr zu der Tat gehört werden. Zwar äußerte sich der Angeklagte selbst nicht zu seiner Tat und den Vorwürfen, sein Verteidiger erklärte aber, dass sein Mandant die ihm zur Last gelegte Tat gestehe - auch, weil er endlich einen Schlussstrich unter das Geschehene ziehen wolle.

Der junge Angeklagte, damals noch Schüler, sei seinerzeit nach der Trennung seiner Eltern und damit verbundenen familiären Schwierigkeiten in einer "aufgewühlten Situation" gewesen. Inzwischen habe er sich aber gefangen, absolviere erfolgreich seine Ausbildung im kaufmännischen Bereich und habe auch mit Drogen nichts mehr zu tun.

Über die 400 Euro, die der Auszubildende nun als Geldbuße für die Einstellung zu zahlen hat, freut sich als Spendenempfänger das Tierheim in der Nachbarstadt Wipperfürth.

(bn)
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