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Radevormwald
Durch Kreuzweg kurz vor Ostern Besinnlichkeit in den Alltag bringen

Radevormwald: Durch Kreuzweg kurz vor Ostern Besinnlichkeit in den Alltag bringen
85 Christen folgten dem Kreuz, um sich schweigend auf die verschiedenen Stationen vorzubereiten. 25 Jugendliche gestalteten den Kreuzweg. FOTO: hertgen
Radevormwald. Für die 14-jährige Maya Kiel war es eine klare Sache, sich in diesem Jahr aktiv am Kreuzweg der Jugend zu beteiligen. "Ich war schon einmal als Gast dabei. Jetzt gehöre ich zur Konfirmationsgruppe der reformierten Gemeinde. Von Stephan Singer

Unter der Leitung unseres Betreuers Rüdiger Funk haben wir uns mit der Gruppe geschlossen eine Beteiligung an dem Kreuzweg überlegt", berichtete sie. So waren die Konfirmanden, die im Mai in der reformierten Kirche am Markt zur Konfirmation gehen, ein Teil der insgesamt etwa 25 Jugendlichen, die die sieben Stationen in vier Kirchen beim Kreuzweg der Jugend mit Musik, Schau- und Schattenspiel, Aktionskunst und Gebeten gestalteten.

Unter Federführung von Pastor Peter Bernshausen von der Freien evangelischen Gemeinde Grafweg hatten Martini-Gemeinde, lutherische Kirchengemeinde, reformierte Kirchengemeinde, katholische Kirchengemeinde St. Marien und Josef sowie die freie evangelische Gemeinde Grafweg zu der ökumenischen Aktion eingeladen. Gekommen waren 85 Christen, um den Kreuzweg der Jugend zu gehen.

Dabei unterstreicht der Name nur, dass Jugendliche die einzelnen Aktionen gestalten, sich der Kreuzweg als solcher aber an Christen jeden Alters wendet. Dies verdeutlichte denn auch die Gruppe der Kreuzweg-Gänger, die sich aus Gläubigen vom Kindesalter bis hin zu Senioren zusammensetzte. Der Kreuzweg begann in der Martini-Kirche an der Uelfestraße. Von dort ging es weiter zur lutherischen Kirche an der Burgstraße, dann zur reformierten Kirche am Marktplatz und schließlich zur katholischen Kirche St. Marien.

Zu Fuß folgten die 85 Teilnehmer dem Kreuz von Kirche zu Kirche - schweigend. Darum hatte das Organisationsteam um Pastor Bernshausen gebeten: "So können die Eindrücke der vergangenen Station nachwirken und wir uns auf die nächste Station vorbereiten", sagte er. Der Kreuzweg der Jugend stand unter dem Titel "Im Fokus: Das Kreuz". Neben Gebet und Gesang, unter anderem wiederholte sich meditativ das Lied "Ob ich erkenne", beschäftigten sich die jugendlichen Akteure in ihren Aufführungen in den Kirchen auch mit den gravierenden Problemen unserer Zeit: Sie thematisierten den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), die Ebola-Epidemie oder auch die Edathy-Affäre genauso wie die schnelllebige Oberflächlichkeit sozialer Netzwerke. Abschließend hieß es in der katholischen Kirche St. Marien: "Wir haben kein Lesegerät für die ganze Wahrheit, aber doch sind wir Gott näher gekommen."

An der letzten Station hatte sich auch der 28-jährige Simon Bornewasser als Lektor beteiligt. Er sprach wohl vielen Teilnehmern des Kreuzweges aus der Seele: "Mir ging es darum, in der Fastenzeit kurz vor Ostern ein wenig Besinnlichkeit in den Alltag zu bringen."

Quelle: RP
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