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Radevormwald
Ein Ausflug in die Welt von Guido Cantz

Radevormwald: Ein Ausflug in die Welt von Guido Cantz
Mit Selbstironie, gutem Timing und den besten Witzen seiner Karriere sorgte Gudio Cantz im Bürgerhaus für viel Gelächter. FOTO: porz entertainment
Radevormwald. Mehr als 400 Besucher kamen ins Bürgerhaus, um mit der Karnevalsgesellschaft "Rua Kapaaf" das 700-jährige Bestehen der Stadt und das 25-jährige Bühnenjubiläum des bekannten Kölner Comedians zu feiern. Fazit: Es gab viel zu lachen. Von Flora Treiber

Guido Cantz oder auch der verlorene Sohn von Heino war Dienstagabend zu Gast in Radevormwald. Nicht nur, um das 700-jährige Bestehen der Stadt zu feiern, sondern in erster Linie, um sich selber und seine 25 Jahre auf der Bühne zu feiern. Mit einem Jubilar das Stadtjubiläum zu feiern, war von der Karnevalsgesellschaft "Rua Kapaaf" nicht die schlechteste Idee, denn mehr als 400 Menschen kamen ins Bürgerhaus, um einen Abend im Zeichen des Lachens und Frohsinns zu verleben.

Für Guido Cantz war der Weg ins Bergische Land selbstverständlich, denn hier lacht man über seine Witze, ist jederzeit für ein Selfie von der Bühne aus zu haben und hat Verständnis für die Probleme und Wirrungen, die dem Komiker und Moderator in den vergangenen 25 Jahren begegnet sind.

Nachdem Geburtstagsgrüße von Persönlichkeiten aus dem Fernsehen, wie von Thomas Hermanns, auf der Bühne ausgestrahlt wurden, betrat Cantz den vollen Saal unter tosendem Applaus. Daran, dass der Wortwitz für seine aktuelle Tour "Blondiläum" gelungen ist, ließ das Rader Publikum keinen Zweifel. "Alle sind begeistert, nur meine Frau hatte einen anderen Vorschlag. Sie schlug 'Comedyorigami - Spaß mit Falten' vor", sagte der 45 jährige und hatte damit das Publikum auf seiner Seite. Für ihn sind 25 Jahre Bühnenerfahrung ein Grund, die Entwicklungen der Jahrzehnte zu überdenken. Was damals zu Hause, in der Privatsphäre der eigenen vier Wände stattfand, passiert heute unterwegs. Die "To-Go-Gesellschaft" schrecke auch nicht davor zurück, in der ungefilterten Öffentlichkeit einer Stadtbahn eine Beziehung zu beenden. Nur eines, das Kennenlernen von Menschen, habe sich von der Öffentlichkeit nach Hause verlagert. "Auf Partnervermittlungsbörsen findet man aber meist nur Wühltisch-Material. Aber die Aggressivität im Netz betrifft nicht nur Singles", sagte Cantz und stellte eine exquisite Auswahl der Facebook-Kommentare vor, die wütende und grammatikalisch höchst unsichere Menschen unter seinen Bildern hinterlassen hatten. Auf "Guido Cantz muss die alten Perücken von Inka Bause auftragen" antwortete der Comedian "nein, nein, ich mache das freiwillig."

Mit Selbstironie, gutem Timing und den besten Witzen seiner Karriere sorgte er für viel Gelächter. Besonders viel Aufmerksamkeit und Zustimmung erhielt er zu dem Thema Individualisierung. Wenn die Entscheidungsvielfalt zur Plage wird, zum Beispiel beim Zusammenstellen einer Bestellung bei einer Fast-Food-Kette, das stellte Cantz treffend nach.

Nach der Pause ging es unter dem Motto "Der Lack ist ab, aber ich mag meine Grundierung" weiter. Für alle Zuschauer war das "Blondiläum" ein Ausflug in die Welt von Guido Cantz und eine Reise durch die vergangenen 25 Jahre. Thomas Lorenz, Präsident von "Rua Kapaaf", war stolz auf den vollen Saal und die gute Stimmung. "Genau so haben wir uns das vorgestellt", sagte er.

Quelle: RP
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