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Radevormwald
Ein Festival in den "Bunten Kirchen"

Radevormwald: Ein Festival in den "Bunten Kirchen"
Ein Blick ins Kirchenschiff in Lieberhausen: Den Tanz um das Goldene Kalb und den Tanz der Salome, oder korrekter gesagt: den Moment nach ihrem Tanz zeigt die Ausmalung in der Bunten Kirche. FOTO: thomas-morus-akademie bensberg
Radevormwald. Die farbenprächtigen Kirchen in Müllenbach, Lieberhausen, Wiedenest, Marienberghausen und Marienhagen werden vom 31. Mai bis 4. Juni in ihrer völligen Unterschiedlichkeit und Eigenart vorgestellt. Ein lohnenswerter Ausflug für alle. Von Joachim Rüttgen

Einen Ausflug wert sind diese besonderen Kirchen allemal. Die "Bunten Kirchen im Bergischen Land" sind außergewöhnliche Kleinode der oberbergischen Region. Die farbenprächtigen Kirchen in Müllenbach, Lieberhausen, Wiedenest, Marienberghausen und Marienhagen werden auch in diesem Jahr vom 31. Mai bis 4. Juni an fünf aufeinanderfolgenden Festival-Abenden unter neuen Aspekten in ihrer Unterschiedlichkeit und Eigenart vorgestellt. Unter dem Motto "Von Aposteln, Tänzern und frommen Pilgern - reiche Ausmalungen in den Bonten Kerken" steht dieses 8. Festival "Bunte Kirchen" als "Bergische Trilogie".

Den Tanz um das Goldene Kalb und den Tanz der Salome, oder korrekter gesagt: den Moment nach ihrem Tanz zeigt die Ausmalung in der Bunten Kirche Lieberhausen. Mit ihrem kunstgeschichtlichen Impuls wird die Kunsthistorikerin Dr. Verena Kessel den Fragen nachgehen, welche Bedeutung der Tanz in der Bibel und im Mittelalter hat und wie er in den Kirchen dargestellt wird.

In der Kirche in Müllenbach dreht sich alles um Verborgenes. Die Besucher ergründen die Malereien unter der Tünche.

Auch an den anderen Festival-Abenden werden die farbenprächtigen Ausmalungen in den Bunten Kirchen dargestellt. In Marienhagen etwa steht ein Bild der zwölf Apostel im Mittelpunkt, von denen besonders der Heilige Johannes hervorzuheben ist. "Die wunderschönen Locken von Johannes sind ein Indiz für die hervorragende Qualität der Marienhagener Wandgemälde, die mit den besten Kölner Malereien der Zeit verglichen werden können", berichtet Anne Pesch, Projektreferentin der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Einst dienten die Gemälde der ländlichen Bevölkerung als eine Art "stumme Predigt" beim Kirchenbesuch. Denn die meisten Menschen der damaligen Zeit konnten weder lesen noch schreiben. "Vor allem wirtschaftlichen Umständen ist es zu verdanken, dass die vergleichsweise kleinen und von außen schlichten Kirchen zu diesen reichen Ausmalungen kamen. Diese sind inzwischen weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus bekannt", schreibt Anne Pesch. Grund genug für die Thomas-Morus-Akademie Bensberg, auch in diesem Jahr mit ihren Kooperationspartnern das Festival zu feiern. Karten für die einzelnen Veranstaltungen in den Kirchen können Interessierte für 15 Euro pro Person kaufen. Ein Festivalticket für alle fünf Abende kostet 70 Euro. Ein Bustransfer kann ab Köln, Komödienstraße, und Bensberg, Thomas-Morus-Akademie, zum Preis von 22 Euro pro Person und Abend dazu gebucht werden. Kartenbestellungen Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach, Tel. 02204 408472, Fax: 02204 408420 oder per E-Mail: akademie@tma-bensberg.de

Quelle: RP
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