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Radevormwald
Ein festliches Kleid zur Einsegnung

Radevormwald: Ein festliches Kleid zur Einsegnung
Anna Gecks (l.) und Victoria Werner, beide 14 Jahre alt, sind am Samstag bei Pfarrer Philipp Müller zur Konfirmation gegangen. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Viele Rader Jugendliche legen zu ihrer Konfirmation einen großen Wert auf die passende Kleidung. Von Flora Treiber

Victoria Werner und Anna Gecks sind am Samstag in der lutherischen Kirche an der Burgstraße von Pfarrer Philipp Müller konfirmiert worden. Für diesen großen Tag hatten sich die beiden Mädchen neu eingekleidet und professionell frisieren lassen.

"Ich habe mir schon im Januar Gedanken darüber gemacht, wie mein Kleid aussehen soll", sagte die 14-jährige Anna. Die Schülerin der Geschwister-Scholl-Schule ist gemeinsam mit ihren Eltern nach Köln gefahren, um dort das richtige Kleid zu finden.

Pfarrer Philipp Müller feierte gleich zwei Konfirmationen: Samstagnachmittag segnete er die Gruppe links ein, gestern Vormittag die Gruppe rechts. Jeweils rechts Jugendleiterin Julia Krause. FOTO: privat

Ein Familienprojekt war die Suche nach dem Konfirmationskleid auch bei Victoria. "Wir sind alle zusammen einkaufen gefahren. Meine Mutter hat mich gut beraten", ergänzte sie. Entschieden hat sie sich für ein coralle-farbenes Kleid, das mit einem glitzernden Gürtel die Taille betont und fließend fällt. "Eigentlich wollte ich schwarz tragen, aber das Kleid hat mich überzeugt. Da habe ich nach der Entscheidung auch kein anderes Kleid mehr anprobiert", sagte die 14-Jährige, die auch ihren Lippenstift auf die Farbe ihres Kleides abgestimmt hat.

Ihre Freundin Anna hatte sich für die Kirche für ein Kleid mit einem schwarzen Rüschenrock und einem beigen Oberteil entschieden. Ihre Schultern waren von einem schwarzen Jäckchen bedeckt.

Pfarrer Philipp Müller feierte gleich zwei Konfirmationen: Samstagnachmittag segnete er die Gruppe links ein, gestern Vormittag die Gruppe rechts. Jeweils rechts Jugendleiterin Julia Krause. FOTO: privat

Auch die Familien der Konfirmandinnen hatten sich für den Gottesdienst und die anschließenden Feiern herausgeputzt. "Mein Mann hat einen neuen Anzug bekommen, ich hatte noch ein passendes Outfit im Kleiderschrank", sagte Stefanie Gecks. Dass ein schickes Outfit zu einer Konfirmation gehört, ist für die Schülerinnen selbstverständlich. "Man wird schließlich nur einmal konfirmiert", sagte Victoria, Schülerin des Theodor-Heuss-Gymnasiums. An Konfirmationen werden aber nicht nur neue Kleidungstücke ausgeführt, sondern auch Familienstücke weitergegeben und aus den Schmuckschatullen geholt. "Ich habe Perlen für die Haare bekommen, die meine Mutter an ihrer Hochzeit getragen hat", sagte Victoria. "Ich trage ein goldenes Armband, das mir meine Paten geschenkt haben und eine Kreuzkette meiner Mutter", sagte Anna vor ihrem wichtigen Tag.

Neuen Kleidern und Accessoires wird mit diesen Erinnerungsstücken noch mehr Bedeutung verliehen. Wie die meisten Mädchen, die an diesem Wochenende konfirmiert wurden, trugen auch Anna und Victoria hohe Schuhe. Das Laufen auf fünf und sieben Zentimeter hohen Absätzen hatten sie in den vergangenen Wochen fleißig geübt. "Ich habe trotzdem Angst, während des Gottesdienstes hinzufallen. Ich bin schon bei der Probe am Dienstag ausgerutscht", sagte Victoria, die ihre silbernen Pumps zu den Details ihres Kleides ausgewählt hat.

Wann Anna und Victoria die Kleider ihrer Konfirmation das nächste Mal anziehen werden, wissen sie noch nicht. "Vielleicht zu einer Hochzeit oder einem runden Geburtstag."

Von den Kleidern trennen werden sie sich wohl nie. "Das ist ein Erinnerungsstück für das ganze Leben", sagte Anna.

Quelle: RP
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