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Radevormwald
Ein lustiger Wettstreit zu Ostern

Radevormwald. Eierkippen gehört in Önkfeld dazu wie die Osterandacht und das Osterfeuer. Von Flora Treiber

Zum traditionellen Eierkippen versammelten sich über 50 Radevormwalder im Gemeindehaus der Kulturgemeinde Önkfeld. 240 bunt gefärbte Eier waren vorbereitet worden für die Teilnehmer im lustigen Wettstreit um den Sieg im Eierkippen.

Für den Vorsitzenden der Kulturgemeinde, Jürgen Fischer, gehört das Eierkippen fest in das Jahresprogramm seines Vereins und ist für alle ein schönes Ritual, das auf das Osterfeuer vorbereitet.

Die ersten Duelle wurden pro Tisch ausgetragen. Erwachsene gegen Kinder, Männer gegen Frauen. Die Regeln sind beim Eierkippen in Oberönkfeld nicht besonders eng gefasst. "Wir wollen Spaß haben und Ostern feiern", sagte Fischer. 20 Minuten und viele platt gedrückte Eierspitzen später traten die Sieger der Vorrunden im Finale gegeneinander an. Bei den Kindern siegte der zweijährige Anton. "Letztes Jahr konnte er kaum ein Ei halten, geschweige denn ein anderes treffen", sagte seine Mutter. Sandra Wüster deutet den Sieg ihres Sohnes als einen guten Start in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde. "Da kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen", sagte sie.

In der Endrunde der Erwachsenen trafen sechs Mitspieler aufeinander. Ihre Eierspitzen waren bis dato unversehrt geblieben. Pfarrer Philipp Müller, der am Samstag auch die Osterandacht hielt, musste sich gegen die beiden Spieler Lena Fischer und Heinz Osenberg geschlagen geben. Die 22-Jährige setzte sich mit ihrer Taktik durch und ging als Siegerin des Eierkippens hervor. "Man muss sich bis zum Ende in Zurückhaltung üben und dann angreifen", verriet sie ihre Strategie. Sie war seit sieben Jahren nicht mehr beim Eierkippen dabei, scheint ihre Kindheitserinnerungen an dieses Spiel aber nicht vergessen zu haben.

Bevor die Önkfelder hoch zum Osterfeuer wanderten, das dieses Jahr wieder oberhalb der Kulturgemeinde, auf einer großen Wiese, entfacht wurde, folgten sie der Osterandacht, sangen ein Lied und zündeten die Kerze an, die in der lutherischen Kirche das Osterlicht entfachen sollte. Diese Aufgabe übernahm Geschäftsführerin Susanne Fischer.

Zum großen Osterfeuer kamen über 150 Menschen. Eine relativ kleine Gruppe, wenn man an die Besucherzahlen der letzten Jahre denkt. "Leider hat der starke Wind und die ungünstige Windrichtung dafür gesorgt, dass der Rauch den Zugang aus Oberönkfeld behinderte und auch einige Besucher abhielt", sagte Fischer nach dem Osterfeuer.

Kontrolliert wurde das Feuer wieder durch die Freiwillige Feuerwehr.

Quelle: RP
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