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Radevormwald
Ein Wechsel im katholischen Pfarrbüro

Radevormwald: Ein Wechsel im katholischen Pfarrbüro
Stabwechsel im Pastoralbüro von St. Marien und Josef: Gisela Steckel (l.) wird am Donnerstagmittag in den Ruhestand verabschiedet, Christiane Hortmann übernimmt ihre Aufgaben. FOTO: Jürgen Moll
Radevormwald. Gisela Steckel, 15 Jahre Sekretärin bei St. Marien und Josef im Pastoralbüro, übergibt ihr Amt an Christiane Hortmann. Von Wolfgang Scholl

15 Jahre lang war Gisela Steckel die gute Seele im Pfarrbüro - zuerst für St. Marien, später für St. Marien und Josef als Gemeindeverband und für St. Mariä Himmelfahrt (Innenstadt und Wiehagen) im katholischen Seelsorgeverband mit Hückeswagen. Am Donnerstagmittag wird sie in den Ruhestand verabschiedet. Zum Team gehören auch Annette Fuchs (St. Josef) und seit 1. Februar Sabine Müller für Hückeswagen.

"Die 15 Jahre sind wie im Flug vergangen, kein Arbeitstag war wie der andere", sagt Gisela Steckel rückblickend. Sie wohnt in Lennep und war über die Verbindung zu dem inzwischen gestorbenen ehemaligen Pfarrer Wolfgang Fischer nach Rade zu St. Marien gekommen. Viele Gemeindemitglieder hat sie begleitet: Kinder, die vor vielen Jahren getauft wurden, gehen jetzt zur Firmung, Kommunionkinder oder Messdiener haben Hochzeit.

Auch die Arbeitszeit war manches Mal flexibel. "Wenn mich kurz vor Ende der Arbeitszeit ein Gespräch erreicht, in dem es um eine Beerdigung geht, dann kann ich das natürlich nicht abbrechen", sagt Gisela Steckel. Interessant ist für sie die Arbeit bis zum letzten Tag, weil sich Gespräche über Geburt, Taufe, Hochzeit und Beerdigung schnell abwechseln können. "Besonders wichtig war mir dabei der Kontakt zu den Menschen. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht", sagt sie. Während mit Wolfgang Fischer und Marc Dominikus Klein nur zwei Pfarrer in ihre Zeit fielen, lernte sie in den 15 Jahren für Rade und Hückeswagen zahlreiche Kaplane kennen und schätzen. Mit der Umstellung zum Seelsorgeverband kamen vor einigen Jahren auch Vertretungsdienste in Hückeswagen dazu.

Ihrer Nachfolgerin Christiane Hortmann aus Wermelskirchen, gebürtig in Hückeswagen und mit familiären Verbindungen zu Önkfeld, gibt Gisela Steckel in sieben Tagen gemeinsamer Tätigkeit bis Donnerstag noch zahlreiche Informationen. "Ich bin sehr neugierig", sagt die 47-Jährige, die sich beim Pfarrfest vor einigen Tagen zahlreichen Mitgliedern der Gemeinden vorgestellt hat. Die gelernte Bankkauffrau war zuletzt einige Jahre in Wuppertal bei einem Heizungsbauer beschäftigt. "Ich bin die Neue." Das wird Christiane Hortmann in den nächsten Wochen und Monaten aber noch vielfach sagen dürfen. Die Mitglieder der Chöre, Vereine oder Gemeindegruppen werden sie im Büro in Rade oder bei Vertretungen in Hückeswagen antreffen. "Ich finde es sehr schön, neue Leute zu treffen. An meiner alten Stelle hatte sich das Gefühl entwickelt, dass ich noch einmal etwas Neues beginnen möchte. Da sollte der Mensch mehr im Vordergrund stehen als das Betriebswirtschaftliche. Ich denke, dass ich das mit meiner neuen Stelle gefunden habe", sagt Christiane Hortmann, deren Ehemann als Frührentner den Haushalt führt.

Gisela Steckel hofft auf viele gemeinsame Touren mit ihrem Mann und den beiden Enkeln. "Die erste Tour führt uns zur Nordsee", sagt Steckel, die erfahren hat, dass am Donnerstag um 12 Uhr zum Abschied ein kleines Glockengeläut geplant ist.

Quelle: RP
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