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Radevormwald
"Einbruch-Radar" der Polizei ab April

Radevormwald. Wo haben Einbrecher wann zugeschlagen? Aktuelle Antworten auf diese Frage bekommen die Menschen im Oberbergischen ab dem kommenden Monat regelmäßig im Internet. Wöchentlich wird die Kreispolizeibehörde ab April Karten-Ausschnitte ins Netz stellen, aus denen hervorgeht, wo und wann im Kreisgebiet in der jeweils vorausgegangenen Woche eingebrochen wurde. Auch die Tatorte von Einbruchsversuchen werden markiert. Benannt werden nicht nur die jeweilige Stadt oder Gemeinde, sondern auch Stadtteile und Hofschaften.

Der "Einbruch-Radar" soll landesweit eingeführt werden. Das hat Innenminister Ralf Jäger in dieser Woche bei Präsentation der NRW-Kriminalitäts-Statistik angekündigt. Die Polizei verspricht sich davon zum einen mehr Hinweise möglicher Augenzeugen und zum anderen mehr Wachsamkeit der Bürger. "Wir gehen davon aus, dass die ständig aktualisierte Internet-Präsentation das Problembewusstsein der Bürger schärft und sie in der Folge selbst mehr tun, um die eigene Wohnung besser vor Einbrechern zu schützen." Das sagte gestern Hans-Peter Sperber bei Vorstellung der Kriminalitäts-Statistik für Oberberg. Innerhalb der Kreispolizeibehörde arbeitet eine eigens dafür eingerichtete Ermittlungsgruppe an der Aufklärung von Wohnungseinbrüchen. Auch auf diese gezielte Arbeit führt die Polizei-Leitung es zurück, dass die Aufklärungsquote in Oberberg deutlich über der im Land liegt. Vier Polizeibeamte gehören normalerweise zur Ermittlungsgruppe, im Winterhalbjahr wird sie personell verstärkt. Ausreichend besetzt ist sie aber nicht: "Die Beamten schieben zusammen Tausende von Überstunden vor sich her", sagte Sperber.

(bn)
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