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Radevormwald
Einen "Ironman" zum Geburtstag

Radevormwald. Am 13. August startet Sylvia Kroll-Brunk bei dem Ironman in Hamburg. 3,9 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer mit dem Rad und einen Marathonlauf muss die Radevormwalderin, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, bewältigen. Von Flora Treiber

Sylvia Kroll-Brunk trainiert als erste Frau des TriTeams, der Triathlon-Abteilung des TSV, für den "Ironman". Für sie ist das ein Geschenk an sich selbst. "Ich werde dieses Jahr 50 und bin so fit, wie noch nie. Für mich ist der Ironman eine wichtige Etappe in meinem Leben und ich fiebere dem Wettkampf entgegen", sagt sie.

Am 13. August startet Sylvia Kroll-Brunk in Hamburg und trainiert eisern für die sportliche Herausforderung. Schon vor der Arbeit, gegen 6.30 Uhr, zieht die Radevormwalderin ihre Bahnen im Solinger Klingenbad. Dank ihres Trainers Peter Sauerland erhält sie alle zwei Wochen einen neuen Trainingsplan, den sie in ihr Berufs- und Familienleben integrieren kann. Ohne Disziplin funktioniert aber nichts. "Natürlich gibt es auch bei mir Momente, in denen ich nicht aufstehen will oder keine Lust habe Sport zu treiben." Ihren Schweinehund kann sie nur mit dem klaren Ziel vor Augen, bei dem Ironman in Hamburg nicht als Letzte ins Ziel zu kommen, überwinden.

Eine große Unterstützung sind dabei ihr Mann Kai und ihre Tochter Anna. Beide unterstützen Sylvia Kroll-Brunk bei den Vorbereitungen und halten ihr den Rücken frei. Nach der ersten Trainingseinheit im Schwimmbad folgt nach der Arbeit meistens Lauftraining rund um Radevormwald. Das hat für die Sportlerin fast schon meditativen Charakter. Während sie läuft, meistens 60 Kilometer pro Woche, lässt sie ihre Gedanken schweifen und denkt an ihren Vater. "Er ist eine große Motivation für mich, weil ich weiß, wie stolz er wäre. Er ist vor vier Jahren gestorben, aber begleitet mich doch bei jedem Schritt", sagt sie.

Vor 16 Jahren, als ihre Tochter zwei war, hat die Athletin entschieden, wieder fit zu werden. Damals war sie bei kleinsten Anstrengungen schon außer Atem. "Als ich meiner Tochter nicht mehr hinterherlaufen konnte, war Schluss. Ich habe wieder angefangen, mich zu bewegen." In ihrer Jugend hat die Radevormwalderin viel Sport gemacht. Sie ist geschwommen und hat Prellball gespielt. Nachdem sie vor 16 Jahren wieder mit ihre Laufschuhe schnürte, wurden die Ziele immer größer. Den ersten Triathlon bewältigte sie 2005 in Hückeswagen, ihre erste Olympische Distanz 2008 in Hamburg und 2014 kämpfte sie sich über die Mitteldistanz, einen halben Ironman. "Danach konnte ich drei Tage nicht mehr laufen. Ich habe mich gequält, aber es trotzdem ins Ziel geschafft. Jetzt bereite ich mich besser vor und gehe sensibler mit meinem Körper um." Die Disziplin, die ihr am wenigsten liegt, ist das Radfahren. "Das ist einfach nicht mein Ding, aber da muss ich durch."

An dem Tag vor dem Ironman wird sie Zeit mit ihrer Familie verbringen und früh ins Bett gehen. Nervös ist Sylvia Kroll-Brunk noch nicht. "Ich bleibe meistens gelassen. Mein Mann ist immer aufgeregter als ich." Bis der Ironman am 13. August startet, muss die Athletin körperliche und mentale Stärke beweisen, aber dank ihrer Familie wird das leichter fallen.

Quelle: RP
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