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Radevormwald
Elf Einbrüche in nur drei Tagen in Rade

Radevormwald: Elf Einbrüche in nur drei Tagen in Rade
Unbekannte Täter drangen am Montag in verschiedene Wohnungen und Häuser in Radevormwald ein. Die Polizei appelliert an alle Bürger, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen sofort zu melden. FOTO: robert hoetink (archiv)
Radevormwald. Lange Zeit war es ruhig in der Bergstadt, jetzt scheinen Einbrecher die Stadt ins Visier genommen zu haben. Während am Wochenende Geschäftsräume bevorzugtes Ziel der Täter waren, stiegen sie am Montag in fünf Wohnungen ein. Von Joachim Rüttgen

Von einer Serie oder gar einer Bande möchte Polizeipressesprecherin Monika Treutler noch nicht reden, aber erneut haben Diebe in Rade zugeschlagen - gleich fünfmal am Montagabend. Nachdem bislang unbekannte Täter bereits am Wochenende in der Nacht von Sonntag auf Montag in verschiedene Geschäfte in der Innenstadt eingebrochen waren (siehe Infokasten), suchten sich die Täter jetzt Wohnungen als Tatorte aus.

Gegen 20.20 Uhr versuchten die Kriminellen an der Danziger Straße, in ein Einfamilienhaus einzudringen. Die Bewohner befanden sich im Haus und hörten plötzlich einen lauten Knall am Küchenfenster. Sie machten sich laut bemerkbar und informierten die Polizei. Die Einbrecher ergriffen sofort die Flucht. Beute konnten sie keine machen.

Zwischen 19 und 20.30 Uhr stiegen Unbekannte in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Kantstraße ein. Die Täter hebelten die Balkontür nach Angaben von Monika Treutler auf und gelangten so in die Wohnung. Sie suchten in den Räumen nach Wertgegenständen, wurden aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht fündig.

An der Kreuzstraße gelangten Einbrecher zwischen 18.15 und 20.30 Uhr durch ein aufgehebeltes Fenster in ein Einfamilienhaus. Sie durchwühlten mehrere Schränke und suchten nach Diebesgut. Ob etwas gestohlen wurde, steht noch nicht fest.

Zwischen 8 und 21.20 Uhr stiegen Langfinger in eine Wohnung eines Zweifamilienhauses an der Elberfelder Straße ein. Die Täter schlugen ein Loch in ein Fenster, griffen durch die Öffnung und entriegelten das Fenster. Im Haus suchten sie die einzelnen Räume nach Beute ab. Ob etwas gestohlen wurde, steht noch nicht fest. Im Zeitraum zwischen Samstag, 13 Uhr, und Montag, 11.30 Uhr, versuchten Diebe, in ein Café in der Oststraße einzubrechen. Die Täter hebelten an dem Metallrahmen der Eingangstür, schafften es allerdings nicht, diese zu öffnen, berichtet Monika Treutler.

Die Polizeipressesprecherin betont, dass es lange Zeit sehr ruhig in Radevormwald gewesen sei. Die Stadt gelte auch nicht als klassisches Einbruchsgebiet. "Aber jetzt häufen sich die Fälle doch deutlich, das fällt auf", sagte sie. Ob die Einbrüche am Wochenende in verschiedene Geschäftsräume und die von Montagabend in diverse Wohnungen auf das Konto der gleichen Täter gehen, ist noch völlig unklar. "Wir stehen mit unseren Ermittlungen noch ganz am Anfang", betont sie. Die Polizei hoffe nicht auf einen dauerhaften Trend. "Wir werden das intensiv im Blick behalten und hoffen jetzt dringend auf Hinweise von Zeugen unter dem kostenfreien Notruf 110", appelliert sie an alle Bürger, wachsam zu sein und die Augen offen zu halten. Auch die Bezirksbeamten und die Kollegen der Wache Wipperfürth seien sensibilisiert und würden nun verstärkt verdächtige Personen und Fahrzeuge in Augenschein nehmen. "Es schadet nicht, mal genauer hinzuschauen und der Polizei ungewöhnliche Beobachtungen auch unverzüglich zu melden. Lieber einmal zu viel als zu wenig", sagt Monika Treutler. In Wohngebieten und auch in der Innenstadt würden unbekannte auswärtige Fahrzeuge sicher auffallen. Deshalb ihr Motto "aufpassen, gucken, anrufen!".

Hinweise über verdächtige Personen, Fahrzeuge und auffällige Kennzeichen jederzeit unter dem kostenfreien Notruf 110.

Quelle: RP
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