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Radevormwald
Eltern erarbeiten neues Schulkonzept mit

Radevormwald. An der "Zukunftswerkstatt" in der Sekundarschule haben sich Eltern beteiligt. Sie hoffen, dass die Schulentwickler ihre Ideen umsetzen. Unter anderem soll ein neuer Förderverein entstehen. Von Flora Treiber

Um die Eltern in die Gestaltung und Profilfindung einzubeziehen, lud der kommissarische Schulleiter der Sekundarschule, Marcel Schnürer, gemeinsam mit der Stadt und dem Schulberater Heinz Gniostko von der Uni Essen/Duisburg zu einer "Zukunftswerkstatt" in die Aula an der Hermannstraße ein. Gekommen waren 40 Eltern, die sich nicht nur für die Entwicklung der neuen Schule einsetzen, sondern auch ihre letzten Berührungsängste verlieren wollten.

Der erste Schultag der Sekundarschule ist für den 24. August geplant. Viel Zeit bleibt für das Planen und Umsetzen neuer Ideen und Konzepte also nicht mehr. "Der Rahmen steht. Heute füllen wir ihn inhaltlich und nehmen Vorschläge der Eltern auf", sagte Schnürer. In drei thematisch festgelegten Runden tauschten sich die Eltern aus, sammelten Ideen und hielten sie auf Tischdecken aus Papier fest. Wie muss die Sekundarschule aussehen, damit die Schüler gut und gerne lernen? Welche Schwerpunkte soll die Schule setzen und wie können sich die Eltern in den Schulalltag einbringen? Diesen Fragen stellten sich die Teilnehmer am Wochenende und kamen an ihren Tischgruppen schnell in grundlegende Diskussionen rund um den Schulalltag.

Streitschlichtung, Gleichberechtigung, Kultur der Kommunikation, Transparenz und Nachmittagsaktivitäten waren Stichwörter, die auf den Brainstorm-Tischdecken dominierten. Katja Otto war von Anfang an für die Sekundarschule und hat ihre Tochter voller Hoffnung dort angemeldet. "Meine Tochter soll nicht untergehen, sondern die Möglichkeit haben, in Rade beschult zu werden. Heute will ich Eltern und den Schulleiter kennenlernen und mithelfen, die Schule auf den richtigen Weg zu bringen", sagte die Mutter. Kerstin Fröse findet die Beteiligung der Eltern selbstverständlich und hofft, dass die Anregungen und Vorschläge auch von den Schulentwicklern umgesetzt werden. "Das können wir dann in einem Jahr beurteilen. Skeptisch ist man natürlich schon, aber ich versuche, zuversichtlich zu sein und mitzuhelfen wo ich kann."

"Eltern, Schüler und Lehrer müssen zusammenarbeiten", sagte die Mutter. Sie war motiviert, wie die meisten Eltern, brachte sich in die Gespräche ein und lauschte den Impulsen des Schulberaters. Mit Klebepunkten bewaffnet, gaben die Eltern am Samstag ihre Stimmen für die wichtigsten Punkte und Anregungen ab. Damit aus dem Voting und den Tischdecken-Ideen auch Realität und ein für die Lehrer umsetzbarer Unterrichtsplan wird, ist in den nächsten Wochen der Einsatz des Planungsteams gefragt. Aber auch die Eltern sollen bereits vor dem offiziellen Schulstart im August aktiv werden. Die Gründung eines Fördervereins ist in dem Wordcafé geplant worden und soll von einigen Eltern umgesetzt werden. Besonders hervorgehoben wurde die individuelle Förderung der Schüler. "Dafür soll es zusätzliche Förderstunden und Förderlehrer geben. Das war den Eltern wichtig", sagte Stephanie Breitbarth von der Uni Essen/Duisburg nach der ersten Auswertung. Ein großes Angebot an AGs, ebenfalls von den Eltern unterstützt, soll die Förderungsmaßnahmen verstärken. Als wichtig erachteten die Eltern auch das Projekt "Schulweg" - eben Schülern einen sicheren Schulweg garantieren soll. Am 22. Juni gibt es um 16 Uhr einen Kennenlerntag für die Schüler.

Quelle: RP
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