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Radevormwald
Eltern halten die "Pusteblume" in Schuss

Radevormwald. Jede Familie muss mindestens neun Stunden pro Jahr in dem Kindergarten ehrenamtlich arbeiten. Von Flora Treiber

Damit die Mädchen und Jungen des Kindergartens Pusteblume in einem schönen Umfeld spielen und lernen und die Erzieherinnen ein optimales Arbeitsumfeld nutzen können, legen sich die Eltern ins Zeug. Sie sind auch die Geschäftsführer der Elterninitiative und dafür zuständig, dass der Kindergarten an der Rochollstraße in einem guten Zustand bleibt. Jede Familie muss mindestens neun Stunden pro Jahr in dem Kindergarten arbeiten. In verschiedenen Arbeitskreisen teilen sich die Eltern die Arbeiten rund um das Haus und Veranstaltungen auf.

Am Wochenende trafen sich acht Eltern zum "Work-and-Party-Day", an dem wichtige Renovierungen erledigt werden, aber auch die Gemeinschaft der Elterninitiative im Vordergrund steht. Mit Farbrollen und vielen Eimern mit weißer Farbe bewaffnet, brachten die Eltern die Flure und Gruppenräume auf Vordermann. "Natürlich bedeutet eine Elterninitiative Arbeit, aber wir machen das alles aus Überzeugung und mit sehr viel Herzblut", sagt Nicole Kind. Sie ist im Vorstand der Elterninitiative tätig und stolz auf den Zusammenhalt der Eltern. "Die meisten beteiligen sich gerne und bringen sich gut ein. Davon lebt dieser Kindergarten", sagt sie. Dass die Verpflichtung zur Mitarbeit im Kinderhaus Pusteblume potenzielle Eltern abgeschreckt hat, konnte Tim Heistermann bisher nicht beobachten. "Eigentlich sind die meisten Eltern von unserem Konzept positiv überrascht und investieren die Zeit gerne. Es dient dem Wohl des eigenen Kindes. Eltern können sich aktiv einbringen und mitwirken", sagt der zweite Vorsitzende der Elterninitiative. Oliver Scharwächter und Jens Müller arbeiteten am Wochenende mehrere Stunden ihres Jahreskontingents ab und strichen einen der Gruppenräume neu an. Wie Arbeit fühlte sich das kaum an. "Wir unterhalten uns und lernen uns besser kennen. Das fördert die Elterninitiative", sagt Scharwächter.

Größere Renovierungsarbeiten stehen nicht mehr an. Für 2018 denken die Eltern über eine grundlegende Renovierung der Gruppenräume und Kinderküchen nach, außerdem soll das Treppenhaus gestrichen, und ein neuer Teppichboden muss in den nächsten Jahren auch verlegt werden. "Alle Maßnahmen planen wir lange Zeit im Voraus, damit der Alltag der Kinder und Erzieher nicht zu sehr gestört wird", sagt Nicole Kind. Bei Bedarf holt sich die Elterninitiative auch Unterstützung von professionellen Handwerkern.

Lob für ihr Engagement erhalten die Eltern von ihren Kindern. "Sie bedanken sich immer für unsere Arbeit und sind froh, dass wir die Pusteblume pflegen." Neben dem Arbeitskreis Haus gibt es in der Elterninitiative auch noch die Arbeitskreise Garten und Veranstaltungen.

Quelle: RP
 
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