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Ehemalige erinnern sich an ihre Heimatstadt
Enge Beziehung nach Rade ist geblieben

Ehemalige erinnern sich an ihre Heimatstadt: Enge Beziehung nach Rade ist geblieben
Am kommenden Freitag, 6. Mai, wird Heide Ecker-Rosendahl zum Festakt im Bürgerhaus am Schlossmacherplatz eine Rede halten. FOTO: martin beils (archiv)
Radevormwald. Zum Stadtjubiläum stellen wir Rader Persönlichkeiten vor, die sich gerne an ihre Heimatstadt erinnern. Heute berichtet die Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl über ihre Kindheit und Jugend in Rade. Sie hat viele unvergessliche Erinnerungen. Von Flora Treiber

Wer an die sportlichen Glanzzeiten von Rade denkt, dem fällt Heide Ecker-Rosendahl ein. Die ehemalige Leichtathletin gewann mehrfach Olympisches Gold, wurde 1970 und 1972 zur Sportlerin des Jahres gewählt, 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet und 2011 in die "Hall of Fame" des deutschen Sports aufgenommen.

Ihre sportliche Karriere hat rund um die Landessportschule an der Jahnstraße begonnen. Zu ihrer Heimat hat Heide Ecker-Rosendahl immer noch eine enge Beziehung. "Für mich ist Rade alles, was meine Kindheit war", sagt sie. 1947 ist sie in Hückeswagen geboren und in Radevormwald aufgewachsen. Ihre Eltern, Heinz und Margret Rosendahl, übernahmen 1956 die Leitung der Landessportschule und machten die Verbindung zum Sport noch enger. "Mein Vater war ein erfolgreicher Diskuswerfer, meine Mutter als Übungsleiterin aktiv", sagt Heide Ecker-Rosendahl. Die Landessportschule und Schwarz-Weiss Rade, später TSV, haben ihre Kindheit und Jugend geprägt. Bereits als Kind hat sie mit ihren Eltern Trainingsgruppen besucht und ihren Vater auf seine Wettkämpfe begleitet.

Dass sie schneller laufen und weiter springen konnte als die meisten Kinder, ist Heide Ecker-Rosendahl in ihrer frühen Jugend aufgefallen. "Mit elf oder zwölf Jahren konnte ich meine Leistungen schon ganz gut einschätzen", erinnert sie sich. Für ihre Eltern und engen Freunde war sie "Mücke". Der Spitzname beschreibt gut ihre muntere Art und die große Bewegungsfreude. Das Gebiet rund um die Landessportschule war für die Leichtathletin aber nicht nur Schauplatz konzentrierter Trainingsstunden, sondern auch der privaten Freizeitgestaltung. Mit Schäferhund Elk tollte sie oft durch den Wald. "Im Winter haben wir uns die Ski angeschnallt. Der Wald hinter unserem Wohnhaus war ein wichtiger Teil meiner Jugend", erinnert sie sich.

Unvergessliche Erinnerungen hat sie auch ans Uelfebad. Im Sommer Schwimmbad, im Winter ein Paradies für Schlittschuhläufer. Neben dem Stadtkern und den vielen Kirchen hat sie den Bahnhof nie vergessen. "Das war für meine Familie und mich ein zentraler Punkt. Von dort aus sind wir zu Verwandten in Wuppertal gefahren", sagt sie.

Die Teilnahme an der Show "Spiel ohne Grenzen" ist für die Sportlerin ein Ereignis, das sie für immer mit ihrer Heimat verbinden wird. Damals war Heide Ecker-Rosendahl 24 Jahre alt und kämpfte im Rader Team um den ersten Platz. "In der Stadt ist eine wahnsinnig große Dynamik entstanden. Alle haben mitgefiebert", sagt sie. Im internationalen Finale in Verona belegten die Rader den dritten Platz.

Mit 18 Jahren verließ Heide Ecker-Rosendahl ihre Heimat, um in Köln Sport zu studieren. Die Jahre danach ist sie auch mit ihrer eigenen Familie immer wieder nach Rade zurückgekehrt. "Ich habe viel Zeit mit meinen Eltern verbracht, Freunde besucht und es immer genossen, nach Hause zu fahren", sagt sie. Auch zum Stadtfest wird sie nach Rade kommen, um das Jubiläum mitzufeiern. Beim Festakt am Freitag wird die Doppelolympiasiegerin sprechen. "Radevormwald ist ein beschaulicher Ort, der mir eine tolle Kindheit und Jugend ermöglicht hat", sagt sie.

Quelle: RP
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