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Radevormwald
Entscheidung über Bauaufsicht im April

Radevormwald. Landrat Jochen Hagt besucht Rader Bürgermeister. Thema auch: Wiederbelebung der Wupperorte. Von Wolfgang Scholl

Der neue oberbergische Landrat Jochen Hagt war gestern zum Antrittsbesuch beim noch neuen Bürgermeister Johannes Mans. Zwar sind sich die beiden ersten Bürger und Verwaltungschefs schon "über den Weg gelaufen", gestern sind aber bei dem Gedankenaustausch erste konkrete Vereinbarungen getroffen worden.

Wie der Bürgermeister berichtet, will sich der Landrat in nächster Zeit auch mit den Wupperorten beschäftigen. "Jochen Hagt hat mir zugesagt, dass der Kreis ein großes Interesse daran hat, die Wupperortschaften neu zu beleben. In Verbindung zwischen Stadt und Kreis sollen dabei neue Möglichkeiten gesucht werden, wie dieses generelle Ziel erreicht werden kann. Dazu sollen möglichst auch öffentliche Fördermittel gesucht werden."

Aus den Wupperorten hatte sich in diesem Jahr zum Beispiel der Dahlerauer Turnverein mit einem größeren Projekt bei der Leader-Aktion, mit der Stadtteilprojekte im ländlichen Raum gefördert werden sollen, beworben. Entscheidungen dazu stehen noch aus. "Ich sehe das als positives Zeichen", sagte Mans nach dem Gespräch mit dem Landrat.

Thematisiert worden ist gestern auch die Zukunft der "Bauaufsicht". Über dieses Thema wird seit Monaten gesprochen. Es gibt dazu einen Ratsbeschluss, dass der Bürgermeister mit der Kreisverwaltung auch über eine Übernahme sprechen soll. "Beim Besuch von größeren Unternehmen der Stadt ist mir die Bedeutung eines solchen Entscheidungsträgers am Ort mehrfach bedeutet worden", sagte der Bürgermeister. Jetzt soll untersucht werden, was es mehr kostet, wenn diese Abteilung bei der Stadtverwaltung bleibt und ob sich die Stadt dies auch leisten kann. Die Fachleute hätten sich inzwischen ausgetauscht. Dabei sei herausgekommen, dass der Kreis mit einem Pool von 46 Mitarbeitern kostengünstiger arbeiten kann als eine kleine Kommune. Als Kommune mit kleinerer Organisationseinheit habe es die Stadt zum Beispiel auch schwerer, Krankheitsfälle auszugleichen. "Wir haben aber auch zu diesem Thema vereinbart, weitere Gespräche zu führen und zu sehen, wie uns der Kreis vielleicht helfen kann." Mans glaubt, dass das Thema in der übernächsten Ratssitzung im April mit der Politik thematisiert werden und er genaue Zahlen vorlegen kann, "was es unter dem Strich kostet, wenn die Bauaufsicht am Ort bleibt", sagt er. Sein Ziel sei es, diese Entscheidung in einem guten Einvernehmen mit Politik und Kreis zu treffen.

Quelle: RP
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