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Radevormwald
Erdaushub für Gewerbeflächen gesucht

Radevormwald: Erdaushub für Gewerbeflächen gesucht
Die ersten Anschüttungen für das Gewerbegebiet Ost fanden vor zehn Jahren statt. Nun sucht die Stadt dringend weiteren Erdaushub, um in Feldmannhaus Flächen zu entwickeln. FOTO: Hans Dörner
Radevormwald. Die Stadt und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) wollen Teile des Gewerbegebietes Ost schneller entwickeln. Die Unternehmen warten nicht ewig - die große Fläche in Feldmannshaus soll nun zügig angeschüttet werden. Von Wolfgang Scholl

Die Stadt wird über die WFG versuchen, die Fertigstellung von großen Flächen des Gewerbegebietes Ost möglichst schnell voran zu treiben. Das ursprüngliche Ziel 2019 wird als zu spät erachtet. Möglichst bald soll damit begonnen werden, den Bereich um Feldmannshaus baureif zu entwickeln.

Bürgermeister Johannes Mans hatte im Gespräch des Radevormwalder Unternehmernetzwerks (RUN) mit Unternehmern versprochen, dort zu helfen, wo dies möglich ist. Zusammen mit dem Beigeordneten Frank Nipken, der seit Oktober auch WFG-Geschäftsführer ist, besucht Mans derzeit die größeren Unternehmen, um herauszufinden, was benötigt wird. Zwölf oder 13 größere Unternehmen haben Mans und Nipken bereits besucht. "Es waren sehr fruchtbare Gespräche", sagt Nipken, der ankündigt, dass die Besuche im Laufe der Zeit fortgesetzt werden sollen.

Neben dem Breitbandausbau und der Nahverkehrsanbindung (vor allem für Auszubildende ohne Pkw aus Hückeswagen oder Wipperfürth) ist die Suche nach Gewerbeflächen eines der Themen, die die Unternehmer bisher und immer wieder angesprochen haben. "Dabei geht es vornehmlich um den Verbleib der Unternehmen in Radevormwald, aber mit einer Erweiterung und einem modernen Ausbau der Produktions- oder Lagerflächen", sagt Nipken. Um die Planungsabteilung in der Stadtverwaltung zu entlasten, wird überlegt, ob die WFG die Entwicklung in Eigenregie - mit eigenem Personal oder mit Auftragsvergabe - übernehmen kann. "Als WFG unterliegen wir bei der Vergabe von Aufträgen anderen Richtlinien als die Stadt", nennt Nipken einen wichtigen Grund.

Er gibt aber auch zu, dass eine solche, neue Aufgabenverteilung wohl überlegt sein will und auch genau durchkalkuliert werden muss. Der WFG-Geschäftsführer sieht aber die Notwendigkeit zu dieser Maßnahme. "Die Unternehmen wollen nicht ewig warten", sagt Nipken. In Teilen gibt es das Angebot, dass die Unternehmen, die Grundstücke erwerben wollen, sich an der Planung beteiligen. "Das bedeute, dass Grundstücke passgenau zugeschnitten werden könnten", sagt Nipken.

Notwendig wird die frühzeitige Fertigstellung, weil zum Beispiel auf der Fläche unterhalb von Rädereichen die Grundstücke vergeben sind. "Entweder sind sie verkauft oder es gibt ernstzunehmende Gespräche, so dass wir davon ausgehen, dass die Flächen bald belegt sind", sagt der WFG-Geschäftsführer.

Die Stadt ist deshalb bereits auf der Suche nach weiterem Erdaushub, mit dessen Hilfe die große Fläche in Feldmannshaus entwickelt werden kann. Beim Bau des neuen Aldi-Zentrallagers waren mehrere Zehntausend Kubikmeter bereits über eine Brücke auf die andere Straßenseite geschafft worden. Aushub vom abgerissenen Finanzamt in Leverkusen-Opladen hatte dazu gedient, die Fläche für den neuen Sportplatz an der Hermannstraße aufzubauen.

Quelle: RP
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