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Radevormwald
Erde für Feldmannshaus ist gefunden

Radevormwald: Erde für Feldmannshaus ist gefunden
Ein Blick von der Straße nach Hahnenberg über das Tal des Kreutzbachs auf die Fläche, die in den nächsten Monaten mit 150.000 Kubikmetern Erdaushub aufgefüllt wird. An der B 229 unterhalb von Aldi Nord und zwischen Grafweg und Feldmannshaus sollen 8,5 Hektar für die Ansiedlung von Gewerbe entstehen. FOTO: scholl
Radevormwald. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) hat für die Stadt ein Unternehmen beauftragt, 150.000 Kubikmeter Erde anzuschütten, damit an der B 229 eine Gewerbefläche von 8,5 Hektar entstehen kann. Die Stadt schafft Planungsrecht. Von Wolfgang Scholl

Lange Zeit war es still geworden um die zukünftige Gewerbefläche zwischen Grafweg und Feldmannshaus an der Bundesstraße 229. "Die Stadt hat uns beauftragt, für sie tätig zu werden", sagt jetzt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Frank Nipken. Die WFG ist damit nach dem Umbau der Grundschule Stadt zum zweiten Mal in einem "In-House-Geschäft" für die Stadt tätig. Die WFG kann flexibler reagieren, weil sie nicht auf ein öffentlich-rechtliches Vergabeverfahren angewiesen ist.

"Der Bedarf an Gewerbeflächen ist da. Derzeit fehlen uns aber die Flächen", sagt Frank Nipken, der die Geschäftsführung der WFG im Herbst 2015 übernommen hat. Mit einem Hildener Unternehmen ist ein Konzept erarbeitet worden, damit in der kommenden Zeit etwa 150.000 Kubikmeter Erdaushub angeschüttet werden. Derzeit ist das Unternehmen dabei, für die nächste Zeit die straßenverkehrsrechtlichen Voraussetzungen für die größere Baumaßnahme zu schaffen. So muss eine sichere Ein- und Ausfahrt für die großen Lkw geschaffen werden. Außerdem muss sichergestellt werden, dass die Bundesstraße nicht dauerhaft verschmutzt ist und dort dadurch keine Unfallgefahr entsteht. "Die Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW sind angelaufen", sagt Frank Nipken, der froh ist, dass die Stadt jetzt eine konkrete Perspektive hat. Ein Teil der Erde stammt von der großen Wuppertaler Baustelle am Döppersberg in Elberfeld. Die Stadt erhält für die Dienstleistung - Zurverfügungstellung der Fläche und Möglichkeit der Anlieferung von Aushub - Geld von dem beauftragten Unternehmen. Pro Jahr soll so für den städtischen Haushalt in nächster Zeit eine hohe fünfstellige Summe pro Jahr erwirtschaftet werden.

Das Unternehmen hat gleichzeitig die Aufgabe, das Gelände so zu verdichten, dass es später als Gewerbefläche genutzt werden kann. Die ersten großen Anschüttungen hatte es vor einigen Jahren gegeben, als auf der großen Fläche gegenüber des Aldi Nord-Konzerns ein neues Auslieferungslager gebaut wurde. Der Aushub war über eine Brücke von der einen Seite der B 229 zur anderen Seite geschafft worden.

Die neue Fläche soll eine Ausdehnung bis Feldmannshaus bekommen. Insgesamt werden 8,5 Hektar Gewerbefläche entstehen, für die die Stadt in nächster Zeit das Baurecht schaffen muss. "Wir müssen das Bauplanungsverfahren auf den Weg bringen", sagt Frank Nipken, damit unmittelbar nach Fertigstellung die nächsten Bagger auf der großen Fläche anrücken können. Das Ziel des WFG-Geschäftsführers ist es, so schnell wie möglich mit den Planungsarbeiten und auch den Anschüttungen fertig zu werden. Auch wenn das wohl zwei bis drei Jahre dauern wird. Das Unternehmen aus Hilden soll in zwei Jahren die Arbeiten erledigt haben.

"Aktuell besteht Bedarf an Gewerbeflächen. Wir sind sogar schon von Unternehmen kontaktiert worden, die auf der Suche nach Flächen von bis zu 70 Hektar gewesen sind. Unser Ziel ist aber die Mittelstandsförderung", sagt der WFG-Geschäftsführer.

Quelle: RP
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