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Kommentar
Erfolg nur, wenn alle mitziehen

Radevormwald. Radevormwald hat eine neue Schule - mit zwei Jahren Verspätung. Die gemeinsamen Anstrengungen von Kommunalpolitik und Verwaltung haben im zweiten Anlauf zum gestrigen Festakt geführt. Für die Kleinstadt gibt es zu dieser Schule wohl keine Alternative, da die Initiative für eine Gesamtschule von der Mehrheit im Keim erstickt worden ist.

Die neue Schule hat gleich mehrfache Bedeutung. Den Kommunalpolitikern kann diese Aktion zeigen, dass gemeinsames Handeln zum guten Ende führen kann. Gezeigt hat dieser lange Weg aber auch, dass es bei Neuerungen im Bergischen Land "vielleicht immer etwas länger dauert". Gezeigt hat er aber auch, dass man auf Betroffene zugehen muss, um sie zu überzeugen. Frontalveranstaltungen führen, wie oft auch der Frontalunterricht, nicht zum gewünschten Ergebnis.

Auf den Verantwortlichen - Lehrer, Verwaltung und Politiker - liegt der Druck, alle Schüler mitnehmen zu müssen und damit zu beweisen, dass die neue Schulform Vorteile gegenüber der Realschule hat. Gleichzeitig müssen Real- und Hauptschule bis zum letzten Schultag gut unterstützt werden. Das sind keine kleinen Aufgaben, denn vor der Stadt liegt durch diese Veränderungen auch die Umgestaltung des Schulzentrums an der Hermannstraße. Nicht zuletzt sind auch die Eltern gefordert. Sie können und dürfen nicht alle Erziehungsaufgaben an die Schule abgeben. Sie müssen mitarbeiten, im Idealfall mehr als bisher gewohnt und auch gefordert.

wolfgang.scholl@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
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