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Radevormwald
Erst kamen die Jungs - und jetzt die Mädchen

Radevormwald: Erst kamen die Jungs - und jetzt die Mädchen
Stefanie Scharf (l.) mit Tochter Annie und Kirsten Hedderich mit der kleinen Karla. FOTO: Jürgen moll
Radevormwald. Kirsten Hedderich, Stefanie Scharf und eine weitere Freundin haben drei Jungs - und dann kommen fast zeitgleich drei Schwestern. Von Sigrid Augst

Die kleinen Mädchen Annie und Karla liegen auf einer Krabbeldecke und strampeln munter mit ihren Beinchen. Noch wissen sie nicht, dass ihre Ankunft im Herbst eine Geschichte zum Schmunzeln ist. So wie ihre Geburten eine wahre Sternstunde für ihre Eltern waren, so witzig sind deren zufälligen zeitlichen Abläufe.

Zu den beiden Mädchen gesellt sich häufig noch ein weiteres - ebenfalls im Herbst geboren. Alle Babys erblickten zwischen dem 21. September und 13. Oktober das Licht der Welt. Die Welt, die für ihre drei Geschwister - drei kleine Jungen - schon etwas länger vollkommen in Ordnung zu sein scheint. Denn sie sind richtig dicke Freunde. Gemeinsam entdecken sie die Welt, lernen und erforschen alles gemeinsam.

Die vierjährigen Timmy, Marlon und Mika haben viel Spaß zusammen und streiten auch miteinander. Über einen Zeitraum von etwa drei Jahren - inklusive Besuch der Krabbelgruppe, dem Kindergarten-Start, der ersten Schwimmstunde und dem Turnunterricht - ist die kindliche Freundschaft schon sehr ausgeprägt. Und jetzt kam eben kürzlich noch etwas hinzu, was niemand für möglich gehalten hatte: Alle Jungs bekamen fast gleichzeitig ein Geschwisterchen, und zwar wiederum "völlig gleich", eine Schwester.

"Wir waren wirklich mehr als überrascht, als unsere Schwangerschaften ans Tageslicht kamen. Wir konnten nur ungläubig die Köpfe schütteln", erinnern sich Kirsten Hedderich und Stefanie Scharf. Hedderich plauderte bei einem Spielplatzbesuch mit Söhnchen Mika aus, dass sich wieder ein Baby angekündigt hat. Stefanie Scharf zeigte sich über die gute Nachricht sehr erfreut, wohl wissend, dass auch bei ihr sich weiterer Nachwuchs angekündigt hatte. Doch noch wollte sie nicht gleich mit der Sprache heraus, sondern behielt die Schwangerschaft geheim. "Nach zwei weiteren Wochen konnte ich es nicht mehr für mich behalten. Kirsten war einer der ersten, die von unserem Baby erfuhr", erinnert sich Stefanie Scharf, Mutter von Marlon. Und auch die Mutter von Timmy konnte eine gute Nachricht kundtun. "Das Witzigste waren die errechneten Geburtstermine. Die lagen ganz dicht beieinander", erzählt Stefanie Scharf.

Auch die jungen Väter amüsierten sich über die Zufälle. Weiterer Kindersegen war zuvor nie ein Thema bei den Treffen der jungen Mütter gewesen. Und nun sollten aus drei kleinen Rackern überraschend gleich sechs werden. "Es war sehr lustig, wenn unsere Söhne täglich zur gleichen Zeit vom Kindergarten abgeholt wurden und sich gleich drei Kugelbäuche auf dem Parkplatz trafen", sagt Kirsten Hedderich.

Timmy bekam als erster sein Schwesterchen, die kleine Lena Maja. Nur eine Woche später konnte Marlon seine Schwester Annie Marlena kennenlernen. Bei Mika klopfte Schwesterchen Klara Marie weitere zweieinhalb Wochen später an. "Für die Jungen waren die zeitgleichen Geschwisterchen ein Glücksfall", wissen die drei Mütter zu berichten. Alle erlebten die familiären Veränderungen in der gleichen Zeit, mögliche Eifersüchteleien blieben aus. "Die Jungen erlebten bei gegenseitigen Besuchen mit Müttern und Babys ähnliche Tagesabläufe. So waren die Mädchen schnell von ihren großen Brüdern akzeptiert. Und im Kindergarten wurden dann auch noch die komplette Puppenecke von den Jungs eingenommen. Dort werden die häuslichen Situationen auch noch zurzeit mit großer Begeisterung nachgespielt und Puppenkinder von Timmy, Marlon und Mika liebevoll gewickelt und gefüttert. "Alles, was die Jungen miteinander erleben und lernen, wird sich vermutlich bei den drei Mädchen wiederholen. Es wäre schön, wenn sich die Mädels später auch so gut verstehen, wie heute die Jungs", sagen die Mütter. Sternstunden nicht nur für die Eltern, auch für die stolzen Brüder und vielleicht auch für das Mädchen-Trio.

Quelle: RP
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