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Radevormwald
Erst Karneval, dann Aula-Gesamtlösung

Radevormwald: Erst Karneval, dann Aula-Gesamtlösung
Die Aula der Grundschule Stadt ist lichtdurchflutet, weil die Kuppeln für ausreichend Helligkeit sorgen. Deshalb konnte auch der Notunterricht im Dezember in dem eingeschränkten Rahmen stattfinden. FOTO: wos
Radevormwald. Die Stadtverwaltung um Bürgermeister Johannes Mans hat gestern die Aula der Grundschule Stadt für Karnevals-Veranstaltungen freigegeben. Mit der Politik wird ab Februar über eine Gesamtlösung für das Gebäude gesprochen. Von Wolfgang Scholl

Die Stadt hat die Aula der Grundschule Stadt für zwei Veranstaltungen freigeben - aber nur ein Organisator greift zu. Am Samstag, 6. Februar, kann in der Aula die After-Zoch-Party stattfinden. "Wir haben einige Regeln aufstellen müssen", erklärte Michael Faubel, Leiter des Fachbereichs Gebäudemanagement im Rathaus.

Die Schule war Mitte Dezember gesperrt worden, weil in einer Nische zwischen zwei Klassenräumen eine Deckenplatte heruntergefallen war und der Statiker die Verantwortung für die Sicherheit nicht übernehmen kann. Festgestellt worden ist, dass große Teile der Decken in den drei Etagen vom Untergeschoss bis zum ersten Obergeschoss betroffen sind. Die Kosten für die Sanierung könnten etwa 400.000 Euro betragen, weil auch die Deckenheizung durch Radiatoren ersetzt werden muss.

Veranstalter dürfen die Räume deshalb nur in eingeschränktem Rahmen - Aula-Bereich - unter der Lichtkuppel nutzen. Die Klassenräume und der untere und obere Bereich bleiben komplett geschlossen, teilte Michael Faubel weiter mit. Nutzbar sind die Toiletten, weil dort Teile des Deckenbereichs zu Untersuchungszwecken bereits abgetragen worden sind.

Bürgermeister Johannes Mans hat dem städtischen Architekten Michael Faubel den Auftrag gegeben, Voraussetzungen für mögliche Nutzungen für die Räume der Grundschule am Hohenfuhrplatz zu prüfen und besonders auch die Kosten für Neu- und Umnutzungen zu berechnen. "Wir müssten mit einer solchen Aktion dauerhaft Geld sparen", fordert der Bürgermeister.

Für das dreistöckige bisherige Schulgebäude sollen verschiedene Nutzungen - auch in Kombination - überlegt werden. Da für die Innenstadt zwei Kita-Gruppen gebraucht werden, könnte dort zeitnah im Untergeschoss Platz gefunden werden - ohne neu bauen zu müssen. Sollten an anderen Stellen der Stadt weitere Kitagruppen benötigt werden, könnten diese vielleicht dezentral an vorhandene Häuser "angedockt" werden.

Im Erd- und Obergeschoss könnten das Jugend- und Schulamt und die Wirtschaftsförderung untergebracht werden. Geprüft wird auch, ob der Musikschule und dem Ökumenischen Mittagstisch ebenfalls Räume (zentrale Lage in der Stadt, Sozialarbeiter nebenan) zur Verfügung gestellt werden könnten.

Der Vorteil aus Sicht des Bürgermeisters wäre es, dass die Stadt damit dem Gemeindeprüfbericht nachkommt, weil sie zum Beispiel im Schulbereich über zu viele Räume verfügt. "In den nächsten Wochen sollen valide Zahlen ermittelt werden, auf deren Grundlage die Politik dann ab Februar konkret beraten kann", sagt Mans. Er hofft, dass die Sekundarschule zustande kommt, "weil uns das ebenfalls räumliche Perspektiven schafft."

Quelle: RP
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