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Radevormwald
Erstkommunionkinder gestalten Messe

Radevormwald: Erstkommunionkinder gestalten Messe
Festlich gekleidet, mit Kerzen in der Hand: 24 Jungen und Mädchen empfingen das Sakrament der Heiligen Erstkommunion. FOTO: Theresa Demski
Radevormwald. In der katholischen Pfarrkirche St. Marien und Josef empfingen gestern mit 26 Mädchen und Jungen weniger als in den Vorjahren das Sakrament der Heiligen Erstkommunion. Im kommenden Jahr werden es aber wieder mehr Kinder sein. Von Wolfgang Weitzdörfer

In der Hückeswagener Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt empfingen schon am ersten Sonntag nach Ostern, dem sogenannten Weißen Sonntag, der ja der traditionelle Termin für die Erstkommunion ist, 24 Jungen und Mädchen das Sakrament der Heiligen Erstkommunion. Hingegen war für die Erstkommunionkinder in Radevormwald gestern der große Tag gekommen. 26 Mädchen und Jungen durften zum ersten Mal an den Altar in der Pfarrkirche St. Marien treten, um dort das verwandelte Fleisch und Blut Christi zu empfangen, nachdem sie sich gemeinsam mit ihren Katecheten und Diakon Burkhard Wittwer mehrere Wochen darauf vorbereitet hatten.

"Es sind in diesem Jahr tatsächlich weniger Kinder als in den Vorjahren - das war in Hückeswagen aber auch nicht anders", sagte Wittwer, der die Erstkommunionfeier gemeinsam mit Pfarrvikar Michael Weiler sowie den Eltern und Kommunionkindern gestaltete.

Dies liege aber lediglich an den katholikenschwachen Jahrgängen der dritten Schulklassen in diesem Schuljahr. "So waren etwa in der Grundschule Lindenbaum in diesem Jahr nur 14 katholische Kinder in der dritten Klasse - im Vorjahr waren es 28 und im nächsten werden es wieder 24 sein. Die Zahlen schwanken also jedes Jahr", sagte der Diakon.

Im ländlichen Raum seien die Tendenzen ohnehin nicht so, dass die Eltern schon nach der Taufe so weit von der Kirche entfernt seien, dass sie ihre Kinder gar nicht mehr zur Kommunion anmelden würden. "Das sind bei uns im Pfarrverband nur wenige Kinder, die dann später nicht das Sakrament der Erstkommunion empfangen werden", sagte Wittwer. Im Vorfeld der Feier gestern hatten sich die Kommunionkinder zusammen mit Wittwer und den Katecheten ausgiebig auf den großen Tag vorbereitet. "Die Heilige Erstkommunion ist ein Familienfest. Die Kinder, aber auch ihre Eltern und Erziehungsberechtigte, werden im Vorfeld gleichermaßen angesprochen", sagte Wittwer. Entsprechend wichtig sei ihm die gemeinsame Vorbereitung, etwa auch mit gemeinsamen Veranstaltungen im Vorfeld.

In der eigentlichen Messe gestern Vormittag standen dann aber natürlich die Erstkommunionkinder im Vordergrund; den Erwachsenen, Eltern und Angehörigen gab Wittwer nur einen kleinen Denkanstoß als Impuls mit auf den Weg. Schließlich sollten die Kinder selbst in der feierlichen Messe an prominenter Stelle vorkommen. "Es soll eine lebendige Messe sein, in der die Kinder im Mittelpunkt stehen", sagte Wittwer. Gemeinsam mit den Erstkommunionkindern habe er die einzelnen Bausteine, die die Kinder in der Vorbereitung mit den Katecheten zum Sakrament hingeführt haben, erarbeitet. Die Kinder stellten die Bausteine anstelle einer regulären Predigt auf kurzweilige Weise vor.

Der wichtigste Teil der feierlichen Messe war allerdings dann natürlich jener Moment, als das Sakrament der Erstkommunion gespendet wurde. Dazu hatte sich Diakon Wittwer eine Neuerung einfallen lassen und sich die Kinder mit dem Gesicht zum Altar hin aufstellen lassen, jeweils begleitet von einem Elternteil. Diese legten dann eine Hand auf die Schulter des Kindes. "Damit signalisieren die Eltern, dass sie ihrem Kind zur Seite stehen", sagte Wittwer. Ein wenig solle das an das Sakrament der Firmung erinnern, bei dem ja auch ein Pate mit den Firmlingen am Altar stehe und das Sakrament empfange, sagte der Diakon. "Sie bekräftigen damit, dass sie bis hierhin den Weg mit dem Kommunionkind gegangen sind und das auch weiterhin machen werden."

Und da mittlerweile auch der Frühling mit mal mehr, mal weniger Sonne, aber wenigstens milden Temperaturen endgültig auch in Radevormwald eingezogen war, stand den 26 Erstkommunionkindern und ihren Familien für eine gelungene Familienfeier nichts mehr im Wege. Der Tag fand schließlich sein feierliches Ende in der Dankandacht in der Pfarrkirche.

Quelle: RP
 
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