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Radevormwald
Erstmals Ausschreibung für einen Kindergarten

Radevormwald. Verwaltung nahm eigenen Antrag von der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses. Sondersitzungen wahrscheinlich. Von Wolfgang Scholl

Die Verwaltung hatte für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses beantragt, dass ihm die Genehmigung erteilt wird, mit dem Deutschen Roten Kreuz finale Gespräche über die Trägerschaft eines viergruppigen Kindergartens zu sprechen. Gebaut werden könnte dieser nach den Vorstellungen der Verwaltung auf einer städtischen Fläche an der Carl-Diem-Straße. Diesen Antrag zog die Verwaltung erst einmal zurück. Bürgermeister Johannes Mans lieferte die Begründung. Das betrifft in erster Linie aber nicht die Fläche an der Carl-Diem-Straße, sondern die Transparenz einer Trägerschaft.

"Wir werden das Verfahren transparent machen", sagte er. Nach seinen Vorstellungen soll es eine Ausschreibung in nächster Zeit geben, in der die Kriterien für eine Trägerschaft und auch die dazu gehörende Investition erläutert werden. "Darauf kann sich jeder bewerben, der eine Trägerschaft übernehmen kann oder auch würde", sagte Mans. Konzepte und ihre Rahmenbedingungen können die freien Träger der Stadt mitteilen. Die Stadt entscheide über die Politik, welche Träger den Anforderungen am besten gerecht werden.

Erfahren hat Mans, dass es neben den bisher bekannten Interessenten weitere gibt, die aber nicht gefragt worden sind. Es könne nicht sein, dass nur einzelne mögliche Träger angesprochen werden. "Wir formulieren klare Kriterien", sagte Mans. Dazu gehörten zum Beispiel auch die Öffnungszeiten einer solchen Einrichtung. "Unser Ziel ist, dass alle nach dem Verfahren sagen können, das ist der beste Träger für diese Einrichtung'", sagte der neue Bürgermeister.

Stellung bezog er nach der Sitzung auch zum anstehenden Verfahren. Die Ausschreibung soll möglichst bald gestartet werden, so dass die Bewerbungen vielleicht schon im Februar diskutiert werden können. Mans ist bewusst, dass die Zeit drängt, da Kindergartenplätze in der Stadt benötigt werden. Die Verwaltung legte eine Liste vor, nach der die Kita-Einrichtungen in der Stadt mit 30 Kindern überbelegt sind. In der städtischen Einrichtung Herderstraße wird derzeit eine Wald-Kindergartengruppe ausgetauscht. Sozialdezernentin Ute Butz hatte als wünschenswerten Zeitpunkt der Eröffnung vor einigen Wochen den Sommer 2017 angegeben. Ob dieser Termin zu halten ist, blieb in der Sitzung ungefragt. Parallel sollen auch Gespräche mit potenziellen Investoren geführt werden. "Ich weiß, dass wir unter Zeitdruck stehen, weil wir die Plätze brauchen", sagte Mans. Er schlägt vor, die Entscheidung möglicherweise in kurzfristig einberufenen Sondersitzungen zu treffen.

Sollte der Kita-Neubau an der Carl-Diem-Straße geplant werden, dann müsste es für diese Fläche eine Änderung des Bebauungsplanes geben. "Wir haben mit dem Baudezernat im Bürgerhaus gesprochen. Wir könnten den Bebauungsplan in einem einfachen Verfahren zeitnah ändern", sagte Jürgen Fischer (CDU), Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt.

Quelle: RP
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