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Radevormwald
Es gibt genügend Spielplätze in der Stadt

Radevormwald: Es gibt genügend Spielplätze in der Stadt
Auch auf dem Kinderspielplatz Hölterhof können sich Mädchen und Jungen so richtig austoben. 2,5 Quadratmeter Spielfläche stehen dem Nachwuchs auf offiziellen Spielplätzen in Radevormwald zur Verfügung. FOTO: jürgen moll
Radevormwald. Die Stadtverwaltung hat auf Anregung der Grünen einen Plan mit den Spielplätzen in der Stadt vorgelegt. Letztmalig war ein solcher Plan 2002 vorgestellt worden. Die Verwaltung sieht eine ausreichende Anzahl an Plätzen in der Stadt. Von Wolfgang Scholl

Etwa 2,5 Quadratmeter Spielfläche auf offiziellen Spielplätzen stehen den Radevormwalder Kindern zur Verfügung. Das ist das Ergebnis eines Berichts der Stadtverwaltung über die Situation der Spielplätze in der Stadt. So gebe es eine nahezu flächendeckende Versorgung bei den sogenannten A-Spielplätzen, die für alle Altersstufen vorgesehen sind. Sie müssen in etwa 1000 Metern von einer Wohnung zu erreichen sein. Für die Wupperorte war 2002 die Anregung gekommen, den großen Platz an der Grundschule Wupper einzurichten.

Neun Spielplätze gibt es im B-Bereich mit Spielplätzen für schulpflichtige Kinder (in einem Radius von 300 Metern). In Herbeck ist damals ein solcher Platz eingerichtet worden. In diesem Jahr kommt für den Neubaubereich Wasserturmstraße ein weiterer Platz am Kopf (früher Wasserturm) hinzu. Seit 2002 weggefallen sind die Plätze an der früheren Grundschule Blumenstraße und In den Höfen.

"Eine Unterversorgung gibt es aber nicht", lautet das Fazit von Elisabeth Böhmer von der Abteilung für Stadtplanung. In allen Neubaugebieten seit 2002 habe die Stadt B- und/oder C-Spielplätze eingerichtet. Bei C-Spielplätzen (für Kleinkinder und jüngere Schulkinder) sollte der Weg von der Wohnung etwa 200 Meter betragen. "Aus städtebaulicher Sicht ist die Stadt auch bei diesen Plätzen gut aufgestellt", erklärte Elisabeth Böhmer vor einigen Wochen bereits den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung.

Angesprochen worden ist auf Anfrage der Grünen auch die qualitative Ausstattung. "Ideen gibt es viele", sagte Burkhard Klein als Leiter der Bauverwaltung, im Jahr stünden im Haushalt aber nur 20.000 Euro zur Verfügung. "Platz für große Qualitätsverbesserungen bleibt da nicht", sagte Burkhard Klein. Über den Betriebshof halte die Stadt die Spielplätze in Ordnung. Aber die 20.000 Euro reichen allenfalls für Reparaturen aus.

Klein erklärte aber auch, dass die Stadtverwaltung nicht allzu viele Beschwerden über den Zustand der Spielplätze erreichen. Das ergebe sich daraus, dass es für Neubaugebiete jeweils einen separaten Finanzansatz gibt, um dort baubegleitend jeweils einen Spielplatz einrichten zu können.

Wegen der knappen finanziellen Mittel gibt es bei der Stadt die Vorgabe, dass Spielplätze nur in Bereichen eingerichtet werden, für die ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Für andere Bereiche habe die Stadt keine finanziellen Mittel zur Verfügung, sagte Burkhard Klein.

Stellung bezog er auch zur kleinen Spielfläche am Schlossmacherplatz: Die Rutsche sei für kleine Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren nicht alleine zu erreichen. "Das ist auch so gedacht", sagte Klein, weil die Kinder von Erwachsenen aus Gründen der Unfallgefahr begleitet und auch beaufsichtigt werden sollen.

Vorgeschlagen worden ist aus Reihen der Politik, dass Firmen oder Privatpersonen eine Patenschaft für einen Spielplatz übernehmen, um der Stadt bei der Pflege zu helfen. "Die Idee ist wie bei den Kreisverkehrsplätzen gut und überlegenswert, die Interessenten stehen bei uns aber nicht Schlange", sagte der Bauverwaltungsamtsleiter.

Auf Anregung von Bernd Bornewasser (Grüne) soll ein aktualisierter Bericht über die Frei- und Spielflächen in Zukunft alle ein bis zwei Jahre von der Verwaltung vorgelegt werden.

Quelle: RP
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